Kreisschule Gäu

Konzentration auf einen Schulstandort

Die Schulleitung der Kreisschule Gäu (v. l.): Schuldirektor Christoph Kohler sowie die Schulleitungspersonen Quirina Zumbach, Martin Erzer und Martin Imobersteg.

Die Schulleitung der Kreisschule Gäu (v. l.): Schuldirektor Christoph Kohler sowie die Schulleitungspersonen Quirina Zumbach, Martin Erzer und Martin Imobersteg.

Nun steht es endgültig fest: Die Kreisschule Gäu konzentriert sich auf einen Schulstandort in Neuendorf.

Wie Zweckverbandspräsident Beat Nützi an der Delegiertenversammlung in Neuendorf erklärte, werde nach Egerkingen auch der Schulstandort Wolfwil aufgehoben, und das ebenfalls auf Wunsch der dortigen Gemeindebehörde, die den Schulraum mittelfristig für eigene Schulbedürfnisse benötige. Das Ganze sei mit den Verbandsgemeinden bzw. mit der Gäuer Gemeindepräsidentenkonferenz abgesprochen.

Im Rahmen einer ersten Grobstudie habe sich gezeigt, dass die Raumbedürfnisse auf dem zweckverbandseigenen Land in Neuendorf zu erfüllen seien. Nun gehe man die Planung konkret an. Bis zum Bezug der neuen Räumlichkeiten sei mit vier bis fünf Jahren zu rechen. Vorgesehen sei ein modulares Gesamtkonzept, das sich auch in Etappen realisieren lasse.

Positiver Rechnungsabschluss

Erfreut zeigten sich der Präsident und die Finanzverwalterin Brigitte Voegeli über den Rechnungsabschluss 2015, der mit einem Nettoaufwand von rund 7,7 Mio. Franken den Voranschlag um fast eine halbe Million Franken unterschreitet.

Im Rechnungsergebnis widerspiegelten sich die Auswirkungen des neuen Kostenmanagements, das bereits zu signifikanten Einsparungen geführt habe, unterstrich Nützi. Gerade im Hinblick auf die bevorstehende Investitionsphase müsse weiterhin auf die Kosten gedrückt werden.

Spannungen

Nachdenklich äusserte sich der Präsident über die Zunahme von Spannungen und Konflikten in Schulen. Die Kreisschule Gäu bilde keine Ausnahme. Hier gebe es Spannungen zwischen der Schulleitung und der Lehrerschaft, die sich mit einem anonymen Schreiben an den Vorstand gewendet habe. Den darin enthaltenen Vorwürfen gehe man auf den Grund.

Bereits vor über einem Jahr habe der Vorstand für die Begleitung von Entwicklungsprozessen und Schulleitung einen anerkannten externen Experten eingesetzt. Nun habe man auch noch das Volksschulamt an Bord genommen, um gemeinsam mit gezielten Massnahmen den Spannungen entgegen wirken zu können.

Der Führungsdruck in der Schule bleibe jedoch bestehen, denn auch in den nächsten Jahren stünden grosse Projekte und Veränderungen bevor: ISE (Interne Schulevaluation), ESE (Externe Schulevaluation), Einführung Lehrplan 21, Umsetzung neues ICT-Konzept. Hinzu komme der Schulhausneubau in Neuendorf mit der Konzentration der ganzen Kreisschule an einem Ort, was eine Umorganisation mit sich bringe.

«Ambitiöses» Schulprogramm

Gefordert sei laut Nützi neben dem Vorstand vor allem auch die neue Schulleitung, die der Delegiertenversammlung vorgestellt wurde. Diese setzt sich zusammen aus Schuldirektor Christoph Kohler und den Schulleitungspersonen Quirina Zumbach (Carpe Diem), Martin Erzer (Kreisschulhaus) und Martin Imobersteg (ab neuem Schuljahr in Wolfwil). Die neue Führungscrew wurde von den Delegierten mit einem aufmunternden Applaus bedacht.

Schuldirektor Christoph Kohler informierte die Delegierten im Detail über sämtliche Mutationen im Lehrkörper seit seinem Amtsantritt am 1. August 2014. Und er stellte das neue Schulprogramm vor, das er als «ambitiös» bezeichnete. (ksg)

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