Dies bestätigt Martin Schmalz, Chef des Konkursamtes Kanton Solothurn, auf Anfrage. Noch vor wenigen Wochen gab es Befürchtungen, dass das Verfahren mangels Aktiven eingestellt werden müsse. Zwar könne er noch keine konkreten Angaben machen über die Verwertung der Aktiven. «Aber der Erlös wird die Kosten des Verfahrens auf alle Fälle decken.» Es gebe diverse Interessenten für den Kauf von Maschinen und Anlagen.

Völlig offen sei die Höhe einer allfälligen Konkursdividende für die Gläubiger. Der Schuldenruf werde Ende August/Anfang September publiziert. Stand heute sei aber klar, dass nicht alle Forderungen der rund 75 vom Konkurs betroffenen Mitarbeitenden gedeckt werden könnten. Derweil geht es bei der Mutterfirma Accu Holding AG weiterhin hoch zu und her.

Der Handel mit den Accu-Aktien an der Schweizer Börse wurde vergangene Woche eingestellt. Grund: Trotz genehmigter Fristverlängerung bis zum 29. Juli liegt nach Angaben der SIX Exchange Regulation weiterhin kein Geschäftsbericht 2015 vor.

Die Accu Holding begründet die erneute Verzögerung damit, dass nachträglich Rückstellungen und Wertberichtigungen wegen der Ermittlungen der Zürcher Staatsanwaltschaft gegen den ehemaligen CEO und Verwaltungsratspräsidenten Marco Marchetti (9,7 Mio. Franken) und wegen des Konkursverfahrens gegen die RCT (4 Mio. Franken) vorgenommen werden müssten. Martin Schmalz vom Konkursamt geht davon aus, dass damit die Accu Holding AG als Gläubigerin Forderungen gegenüber ihrer Tochterfirma RCT abschreibe.