Laupersdorf
Kompetenzen für Brunnenmeister und Gemeindearbeiter geregelt

Zuständigkeiten und Kompetenzen von Gemeindearbeiter und Brunnenmeistern waren schon seit längerem klar. Der Gemeinderat hat die jeweiligen Stellenbeschreibungen überarbeitet. Nun wurden die Reglemente verabschiedet.

Rudolf Schnyder
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Gemeindearbeiter und Brunnenmeister leisten einen wichtigen Beitrag für den Unterhalt der Infrastruktur von Laupersdorf.

Gemeindearbeiter und Brunnenmeister leisten einen wichtigen Beitrag für den Unterhalt der Infrastruktur von Laupersdorf.

Alois Winiger

Auf Antrag der Werkkommission (Präsident Adrian Schaad) hatte der Gemeinderat beschlossen, die Stellenbeschreibungen der Gemeindearbeiter und des Brunnenmeisters zu überarbeiten. Ein Ausschuss hat dies vorbereitet und an die Werkkommission weitergereicht. Zusätzlich wurde für die Stellvertreter des Brunnenmeisters eine Stellenbeschreibung erstellt. Der Gemeinderat hat diese mit geringfügigen textlichen Änderungen genehmigt und sie sind seit 1. Juli 2013 in Kraft.

Derzeit sind Hugo Marti und Markus Koch hauptamtliche Gemeindearbeiter. Für sie besteht Wohnsitzpflicht in Laupersdorf. Die finanzielle Kompetenz im Rahmen des Budgets beträgt pro Einzelfall 2000 Franken.

Innert 15 Minuten vor Ort

Wohnsitzpflicht gilt auch für den Brunnenmeister und seiner Stellvertreter. Hauptaufgaben des Brunnenmeisters sind die Wasserbeschaffung und Speicherung. Dazu gehören die Überwachung der Einzugsgebiete (Schutzzonen) der Quellen und des Grundwasserpumpwerkes. Ferner gehören der Betrieb und Unterhalt des gesamten Leitungsnetzes, der Hydranten und der Wasserzähler (inklusive jährlicher Ablesung) zu den Aufgaben sowie periodische Trinkwasserkontrollen.

Leitungen: Wer bezahlt Kontrolle?

Gestützt auf das Wasserreglement und das Reglement über die Abwasserbeseitigung, werden sämtliche neuen Leitungsanschlüsse an die Abwasserleitungen durch die Gemeinde kontrolliert und diese erstellt über die Wasser- und Abwasserleitungen einen Leitungskataster (infogis). Bei öffentlichen und privaten Werkleitungen werden Kontrolle und Abnahme der neuen Abwasserleitungsanschlüsse, das Einmessen von öffentlichen und privaten Abwasser- und Wasserleitungen und das Einarbeiten der Daten ins infogis durch das Büro BSB und Partner, Oensingen, ausgeführt. In den Jahren 2011 und 2012 sind der Gemeinde Kosten in von insgesamt 46 300 Franken angefallen. Die Werkkommission stellte dem Gemeinderat Antrag, dass Kosten, die im privaten Bereich anfallen, zulasten des Verursachers (Bauherr) gehen und direkt durch das Büro BSB verrechnet werden. Nicht alle Gemeinderäte waren mit dem Antrag der Werkkommission einverstanden und es wurde eine rege Diskussion geführt. Schliesslich befürwortete der Rat mit sechs gegen drei Stimmen im Grundsatz die Weiterverrechnung an die Privaten. Wahrscheinlich werden reglementarische Anpassungen erforderlich sein. (rsl)

In einem Brandfall muss der Brunnenmeister auf Anordnung des Feuerwehrkommandanten die Löschwasserreserve freigeben. Als Brunnenmeister amtet derzeit Markus Koch. Die finanzielle Kompetenz beträgt pro Einzelfall 2000 Franken.

In Notfällen beauftragt der Brunnenmeister direkt Fachleute zur Behebung eines Schadens. Ausserhalb der normalen Arbeitszeit leistet der Brunnenmeister Bereitschaftsdienst (Pikett). Er muss rund um die Uhr innerhalb von 15 Minuten einsatzbereit sein.

Dem Brunnenmeister stehen mehrere Stellvertreter zur Seite. Diese leisten vor allem den Bereitschaftsdienst, der jeweils von Montag 17 Uhr bis zum darauffolgenden Montag um 7 Uhr dauert. Der Bereitschaftsdienst wird pro Woche mit pauschal 200 Franken entschädigt, ein allfälliger Einsatz nach Stundenaufwand.