Die Tage der offenen Türe sind vorbei, noch stehen in den Werkstatthallen von Würger und Bader in Laupersdorf Festbänke und Blumendekorationen. «Wir hatten am Wochenende sehr viele Besucher begrüssen können. Die Würste waren auf jeden Fall schnell weg», sagt Kurt Bader und freut sich. Und Hansjörg Würger ergänzt: «Viele Gäste habe ich lange nicht mehr bei uns sehen können. Umso mehr freut es mich, dass ein Besuch unseres Betriebes am Wochenende eingeplant wurde.»

Noch sind die unterschiedlichsten Landmaschinen und Fahrzeuge auf dem Gelände im Industriequartier in Laupersdorf zu bewundern und teilweise auch auf Probe zu befahren. Traktoren in verschiedenen Ausführungen, aber auch Occasionsfahrzeuge und -geräte. «Wir konnten vor 30 Jahren den Betrieb von unserem früheren Arbeitgeber Fritz Eberhard in Balsthal-Klus übernehmen», berichten die beiden Geschäftsinhaber von den Anfängen ihres Betriebes. Doch schon bald sei das Gelände dort zu klein geworden und es wurde entschieden, sich in Laupersdorf anzusiedeln.

Verkauf und Rundum-Service

«Wir hatten damals viele Kunden im Thal», sagt Bader, deshalb der Umzug ins Thaler Dorf. Das sei bis heute so geblieben, sagt der gebürtige Mümliswiler. «Wir freuen uns auch Kunden im Gäu, im Oberaargau, in Langenbruck und im Schwarzbubenland bedienen zu können», ergänzt er. Würger und Bader AG verkaufen und beraten bei Land- und Forstmaschinen, Kommunalfahrzeugen und Baumaschinen. Ein grosses Lager mit Originalersatzteilen und Schlossereiartikeln gewährleisten schnelle und kompetente Hilfe bei verschiedensten Problemen – und das seit 30 Jahren.

Kostendruck in der Landwirtschaft

Erst vor drei Jahren wurde der Betrieb nochmals vergrössert und vor kurzem zusätzlich eine Verkaufs-Abteilung mit Stihl-Produkten für jedermann eingerichtet.

Ständig den Markt zu beobachten und Kundenwünschen entgegenzukommen ist das A und O eines erfolgreichen Unternehmens, erklärt der Langenbrucker Würger, denn in den vergangenen 30 Jahren habe sich auch ihr Metier verändert. «Das Angebot an Maschinen in der Land- und Forstwirtschaft, sowie im Bauwesen für den Kommunalbereich hat sich stark gewandelt», meint Bader. «Damit werden selbstverständlich auch die Wartungsarbeiten anspruchsvoller. Das heisst, dass wir unser Wissen ständig anpassen und erweitern müssen, damit wir den Bedürfnissen der Kunden gerecht werden können.»

Den Kostendruck in der Landwirtschaft spürt auch die Landwirtschaftsmaschinenbranche. «Viele unserer Kunden legen ihre Betriebe zusammen und benötigen daher grössere, schnell und komfortabel einsetzbare Maschinen. Doch sicher ist eines: Eine regelmässige und nachhaltige Wartung der Geräte hilft langfristig, Kosten zu sparen», erklären beide.

Würger und Bader und ihre Mitarbeiter sind nicht nur während den regulären Arbeitszeiten für ihre Kunden da, sondern – wichtig während der Erntezeit – stetig auf Pikett. Acht Mitarbeitende, davon zwei Lehrlinge, sind im Betrieb tätig. «Besonders im ländlichen Gebiet ist unsere Berufsausbildung noch sehr gefragt», sagt Bader und erklärt, die vierjährige Lehre sei eine anspruchsvolle und gefragte Allround-Mechanikerausbildung.