Oensingen

Kommt die Solaranlage aufs Dach der Sportstätte?

Das Dach der Multifunktionshalle wird vorerst begrünt.

Das Dach der Multifunktionshalle wird vorerst begrünt.

Beim Projekt Photovoltaikanlage auf der Sportstätte der Kreisschule Bechburg Oensingen hat der Gemeinderat einen Zwischenstopp eingelegt.

Derzeit ist bei der Kreisschule Bechburg Oensingen eine Multifunktionshalle für Sport im Bau. Auf dessen Dach, so war es abgemacht, würde die AEK Energie AG auf eigene Kosten eine 665 Quadratmeter grosse Photovoltaikanlage installieren.

Der Gemeinderat hatte am 24. November 2014 dem Vertrag für die Dachnutzungsrechte und für den Betrieb zugestimmt. Doch dieser Vertrag wurde bis heute nicht unterzeichnet. Der Gemeinderat hat den erwähnten Beschluss aufgehoben.

«Massiv kleinere Leistungen»

Was ist passiert? Die AEK werde den Vertrag nicht unterzeichnen und dem Gemeinderat Anfang März einen neuen unterbreiten, informiert Andreas Affolter, Leiter Bau. Allerdings werde dieser «massiv kleinere finanzielle Leistungen» enthalten. Die früher vereinbarte «einmalige Umtriebsentschädigung» von 15 000 Franken soll vollständig wegfallen und das jährliche Dachnutzungsentgelt von 580 Franken gekürzt werden.

Das heisst, erklärt Gemeinderat Martin Brunner, Gesamtprojektleiter Multifunktionshalle, «die Gemeinde müsste sich an den Betriebskosten der Photovoltaikanlage beteiligen.» Auf den neuen Vertragsvorschlag kann aber offenbar nicht gewartet werden. Der Eröffnungstermin vom 28. Juni dürfe auf keinen Fall gefährdet werden, betont Brunner. Vom Baufortschritt her müsse jetzt entschieden werden, ob auf dem Dach eine Solaranlage erstellt oder ob darauf verzichtet und das Dach extensiv begrünt wird. Der Gemeinderat hat deshalb die Planung für eine Begrünung des Daches freigegeben. Es sei jedoch bauseits sicherzustellen, dass eine Photovoltaikanlage nachträglich installiert werden kann.

Grundsätzlich nicht bestritten

Im Gemeinderat war das Vorhaben, auf dem Dach der Multifunktionshalle einen Photovoltaikanlage installieren zu lassen, im Grundsatz nie bestritten. Als Gemeinde mit dem Label Energiestadt sei Oensingen verpflichtet, alternative Stromproduktion auf den öffentlichen Gebäuden zu unterstützen. Allerdings gab bereits der erste Vertragsvorschlag zu reden, der im Juni 2014 vorlag. Man war mit einigen Details nicht einverstanden und liess den Vertrag überarbeiten.

Eine nähere Begründung vonseiten der Firma AEK Energie AG, warum nun sie einen neuen Vertrag mit neuen Bedingungen vorlegen will, ist erst im März zu erhalten, wie eine Nachfrage ergeben hat. (wak)

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