Wolfwil

Knall, Rauch und eine Crashrettung bei der Feuerwehr-Hauptübung

Auch Kinder durften sich im Feuerlöschen üben.

Auch Kinder durften sich im Feuerlöschen üben.

Die Annahme einer Explosion mit Verletzten bildeten einen Schwerpunktder diesjährigen Hauptübung der Feuerwehr.

«Ich begrüsse euch zu meiner 16. Hauptübung, die erste als Kommandant.» So begrüsste Oblt Martin Ackermann die zahlreichen Besucher auf dem Areal des Nahwärmeverbundes Wolfwil.

Im ersten Teil wurde eine Angriffsübung präsentiert. Durch zwei Passanten wurde ein Brand beim Gastank ausgelöst. Bei der darauffolgenden Explosion wurden beide verletzt und mittels Crashrettungen geborgen. Bei dieser Art Rettung geht es darum, den Patienten so schnell wie möglich zu retten, auch wenn dabei vielleicht weitere Verletzungen für den Patienten riskiert werden müssen.

Gleichzeitig rauchte es aus dem Gebäude nebenan. Atemschutztrupps bekämpften den Brand durch einen gezielten Innenangriff. Während der Löscharbeiten ereignete sich eine weitere Explosion. Der sich in Not befindende AS-Trupp wurde durch den Sicherungstrupp geborgen.

Ein weiterer Atemschutztrupp machte das Gebäude mit einem Lüfter rauchfrei. Als Einsatzleiter fungierte Korporal David Portmann und als Speaker Oberleutnant Martin Ackermann.

Im zweiten Teil stellte die Feuerwehr Wolfwil diverse Kleinlöschgeräte vor. Die Zuschauer durften aktiv werden und selbst Hand anlegen. Die Demonstration wurde von Wachtmeister Philipp Suter geleitet und kommentiert.

Beförderungen und Rückblick

Korporal Christian Zbinden wurde zum Wachtmeister befördert. Für Martin Ackermann und sein Team standen dieses Jahr diverse Änderungen an. Nach der Demission von Michel Rizzo und einer Pause des Offiziers Daniel Keller stand Ackermann plötzlich alleine da.

Sofort merkte er, dass das Übungsprogramm alleine nicht zu bewältigen ist, und besprach sich mit seinen Gruppenführern. Alle waren bereit, ihn zu unterstützen. Ab dem kommenden Jahr steht ihm auch Keller wieder voll zur Verfügung.

Alarmierungen blieben dieses Jahr aus. Kein einziges Mal piepte der Pager, sei es wegen eines Ernstfalls oder eines Fehlalarms. Dennoch standen die Frauen und Männer der Feuerwehr Wolfwil 111 Stunden im Einsatz. 14-mal wegen Wespen sowie 4-mal bei einem Verkehrseinsatz.

Zudem waren Einsatzstunden an der Sonnwendfeier Oensingen, Hilfeleistungen an einem Springreitturnier sowie beim Maitannenstellen zu verbuchen.

44 Tage für Weiterbildung

Die 37 Männer und zwei Frauen investierten im letzten Jahr 44 Tage in Aus- und Weiterbildungen. Geehrt wurde Wachtmeister Suter Philipp für 25 Jahre Dienst in Wolfwil. Acht AdF glänzten mit hundertprozentigem Übungsbesuch.

Sieben Abgänge sind zu verzeichnen. Erfreut zeigte sich der Kommandant über den Gefreiten Urs Scheidegger, der vor zwei Jahren sein Dienstalter erreicht hat und trotzdem noch einmal ein Jahr weitermachen will.

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