Oensingen/Niederbipp

Knall in der Industriezone weckt Anwohner

In der Nacht ertönte einen lauten Knall von der Kimberly-Clark Firma. (Symbolbild)

Der Knall mitten in der Nacht in der Umgebung Oensingen kam von der Industriefirma Kimberly-Clark. Gemäss der Kantonspolizei Bern entstand ein Überdruck, welchen den Knall verursacht hat. Die Firma entschuldigte sich.

Was war das für ein mega Krach zwischen 3 und 4 Uhr in der Nacht?» Diese Frage stellte am vergangenen Freitagmorgen ein Facebookuser in der Gruppe Oensingen. Mehrere Menschen erwachten wegen dem Lärm, wie aus der Diskussion hervorgeht. Zuerst vermuteten die Kommentarschreiber, die Umbauarbeiten am Bahnhof Oensingen seien die Lärmquelle gewesen. «Ich wünschte mir eine offizielle Information, ich konnte nicht mehr einschlafen, weil ich mir den Lärm nicht erklären konnte. Der Zeitpunkt, die Dauer war so ausserordentlich», schrieb ein User. Eine Userin lieferte die mögliche Lösung: «Ich glaube eher, dass das bei Kimberly Clark war. Da wird gelegentlich Luft mit Druck abgelassen, das klingt dann so – ist nicht das erste Mal.»

Kimberly-Clark bestätigt auf Anfrage, dass vergangene Woche am Donnerstag nachts von ihrem Werk in Niederbipp laute Geräusche ausgingen. Das Industriewerk liegt nahe an der Kantonsgrenze in einer gemeinsamen Industriezone zwischen Oensingen und Niederbipp. An diesem Standort produzieren über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Grosskonzerns verschiedenste Hygienepapiere. In Niederbipp werden grösstenteils Altpapierfasern und Zellstoff aus FSC-zertifizierten Quellen eingesetzt.

Ein Überdruckventil als Lärmquelle 

Auch der Kantonspolizei Solothurn ist der Vorfall von letzter Woche bekannt. Sie erhielt auf der Einsatzzentrale mehrere Meldungen und rückte stellvertretend für die Kantonspolizei Bern aus. «Dabei stellte sich heraus, dass ein Überdruckventil diese Geräusche verursachte», sagt die Berner Polizei auf Anfrage. Dieser Vorfall sei aber nicht unplanmässig gewesen. Für die Polizei drängten sich daher keine weiteren Massnahmen auf, so die Kantonspolizei weiter.

Der Konzern schreibt auf Anfrage, er wolle künftig die Nachtruhe nicht mehr stören, wie letzte Woche geschehen. «Im Rahmen des Prozesses haben wir Schritte unternommen, um sicherzustellen, dass sich so etwas nicht wiederholt», schreibt Kimberly-Clark in einer Stellungnahme. Es habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Mitarbeiter, Anwohner, Umwelt oder das Werk bestanden. Mehrere Personen beschwerten sich nach besagter Nacht per Mail bei Kimberly-Clark. Das Unternehmen entschuldigt sich in der Stellungnahme bei den Anwohnern «für allfällige Unannehmlichkeiten».

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