Kirchgemeindepräsident Robert Vogt wies darauf hin, dass die Kirchgemeinde Gänsbrunnen nur noch knapp über 20 Katholikinnen und Katholiken zählt, aber immer noch eigenständig ist. Ein autonomes Pfarreileben ist schon länger nicht mehr vorhanden.

Die Pfarrei hingegen hat sich schon vor Jahren mit derjenigen von Welschenrohr zusammengeschlossen. Die seelsorgerische Betreuung geschieht seither von Welschenrohr beziehungsweise neu vom Pastoralraum Dünnernthal aus. Die Schüler und Schülerinnen gehen bereits seit vielen Jahren in Welschenrohr und Matzendorf zur Schule und besuchen dort auch den Religionsunterricht. Mit einem Zusammenschluss würde von der rechtlichen Seite her festgeschrieben, was in der Praxis seit Jahren gelebt wird.

Wie weiter mit dem Pfarrhaus?

Nachdem die Restaurierung der Kirche Gänsbrunnen erfolgreich und ohne Fremdverschuldung abgeschlossen werden konnte, scheint der Zeitpunkt gekommen, eine Fusion anzustreben und wenn möglich per 1. Januar 2017 rechtlich zu vollziehen. Die Behörden beider Kirchgemeinden haben diesbezüglich das Gespräch aufgenommen. Eine Vereinigung der beiden Kirchgemeinden bedarf auch noch der Zustimmung des Regierungsrates, des Kantonsrates und des Bischofs.

Seit dem Wegzug von Pfarrer Raimund Obrist steht das Pfarrhaus leer. Nun orientierte Kirchgemeindepräsident Robert Vogt über das «Projekt Pfarrhaus». In einer ersten Phase hat der Kirchgemeinderat versucht, das Haus samt Umschwung zu vermieten. Zwar seien Anfragen eingegangen, trotzdem konnte keine Mieterschaft gefunden werden. Daher habe der Rat die Idee von zwei separaten Wohnungen aufgenommen. Ein entsprechendes Vorprojekt werde nun ausgearbeitet. Aufgrund der Erkenntnisse des Vorprojekts werde sich der Kirchgemeinderat mit dieser Variante näher auseinandersetzen und anschliessend mit einem Antrag an die Kirchgemeindeversammlung gelangen.

Voranschlag ist ausgeglichen

Markus Allemann orientierte über den Voranschlag 2016. Die laufende Rechnung fällt mit je 437 465 Franken Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen aus. In der Investitionsrechnung sind Ausgaben von 42 000 Franken vorgesehen, nämlich 7600 Franken für einen Planungskredit zum Umbau des Pfarrhauses, 15 000 Franken für den Anschluss an den Wärmeverbund für das Pfarrhaus und 20 000 Franken für den Anschluss an den Wärmeverbund für das Pfarreiheim. Der Steuerfuss bleibt weiterhin bei 25 Prozent der einfachen Staatssteuer. (asw)