Neuendorf
Kindergarten und Feuerwehrmagazin sind in Neuendorf auf Kurs

Die zwei im Bau befindlichen Bauprojekte der Einwohnergemeinde Neuendorf sind im Rohbau fertiggestellt: Ein neuer Kindergarten und das neue Feuerwehrmagazin.

Erwin von Arb
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Der Kindergarten (links) wird mit Planen vor Nässe geschützt.

Der Kindergarten (links) wird mit Planen vor Nässe geschützt.

HR.Aeschbacher

Derzeit sind zwei für die Einwohngemeinde Neuendorf wichtige Bauwerke am Einstehen, die nur gerade mal ein paar Meter voneinander entfernt sind. Gemeint sind der Kindergarten an der Roggenfeldstrasse und das neue Feuerwehrmagazin an der Bifangstrasse.

Bei beiden Projekten ist es den Planern und des ausführenden Firmen gelungen, vor Einbruch des Winters und der damit einhergehenden nasskalten Witterung ein Dach über den Bau zu ziehen.

Kindergarten ab Februar beheizt

Beim von aussen fast fertig wirkenden Kindergartenanbau handelt es sich lediglich um ein Provisorium, wie Beat Bernhard vom Architekturbüro Lütolf Waldschmid + Partner Trimbach, erklärt. Der in der ersten Dezemberwoche realisierte Dachstuhl ist derzeit noch mit Planen abgedeckt.

Das soll sich aber bald ändern. Im neuen Jahr werde das Dach mit Schieferzellplatten eingedeckt. Im Innern des in Holz ausgeführten Neubaus wurde bereits mit den Rohinstallationen begonnen. Das nächste Ziel sei, Anfang Februar die Heizung in Betrieb zu nehmen, so Bernhard. Danach werde mit Hochdruck der Innenausbau vorangetrieben.

Der westlich des bestehenden Kindergartens angebaute Holzbau weist eine Grundfläche von 220 Quadratmetern auf und wird Platz für eine weitere Kindergartenklasse bieten. Ein Raum ist ferner für die Heilpädagogin vorgesehen. Noch sind allerdings nicht alle Materialen definitiv ausgewählt, wie Bernhard erwähnt. Offen sind etwa noch die Bodenbeläge, wo Linoleum und keramische Plattenbeläge im Gespräch sind.

Eine Klasse zügelt in die Verwaltung

Der Bauleiter hofft, dass der Kindergartenanbau Ende März übergeben und bezogen werden kann. Im Neubau können indessen nicht alle Kindergartenkinder untergebracht werden, weshalb eine Klasse für rund vier Monate in Räume der Gemeindeverwaltung einziehen wird.

Danach soll die Sanierung des bestehenden Kindergartengebäudes an die Hand genommen werden. Diese Arbeiten dürften etwas anspruchsvoller sein, zumal beim 36 Jahre alten Gebäude nicht nur alle «Innereien», auch der Boden herausgebrochen werden muss. In den Belag eingebaut wurde damals eine Elektrobodenheizung.

«Die muss natürlich ersetzt werden», so Bernhard. «Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass der komplett sanierte Altbau Mitte August zu Beginn des Schuljahres 2014/15 der Schule übergeben werden kann.» Für das von Architekt Max Bürgi ausgearbeitete Gesamt-projekt wurde Bausumme von 1,5 Mio. Franken veranschlagt.

FW-Magazin mit Fotovoltaikanlage?

Auf das Doppelte, nämlich 3 Mio. Franken, kommt das neue Feuerwehrmagazin zu stehen. «Wir konnten die Decke wie geplant bis Ende Jahr fertigstellen, sagt Guido Schenker von der gleichnamigen Schenker Architektur + Bauleitung AG Neuendorf. Auch beim Feuerwehrmagazin gibt es noch Entscheidungsbedarf. Dies gilt insbesondere für die auf dem 460 Quadratmeter grossen Dach eingeplante Fotovoltaikanlage. Aussparungen für Leitungen sowie Platz für Wechselrichter sind vorhanden, wie Schenker auf Nachfrage bestätigt.

Noch ist allerdings unklar, ob das Fotovoltaikprojekt überhaupt realisiert wird, wie Gemeindeverwalterin Regula Steccanella mit dem Verweis, dass es dabei um Summen im Bereich zwischen 100 000 und 200 000 Franken gehe, auf Anfrage erklärt. Aufgrund dieser hohen Investitionen sei im Gemeinderat auch über die Möglichkeit diskutiert worden, das Projekt allenfalls durch eine Drittfirma ausführen zu lassen.

Die Gemeinde würde dabei die Dachfläche des Feuerwehrmagazins lediglich vermieten, während die spezialisierte Firma die Finanzierung der Anlage übernimmt. Entsprechende Offerten seien dem Gemeinderat unterbreitet worden, so Steccanella. Der Gemeinderat werde an einer der nächsten Sitzungen über das weitere Vorgehen befinden.

Favorisiert werde aber eher die Variante, dass die Gemeinde die Anlage selbst finanziere, sofern eine solche zur Ausführung gelange. Das neue Feuerwehrmagazin soll gemäss Zeitplan Ende Mai, Anfang Juni der Feuerwehr übergeben werden können.