Laupersdorf
Kinder und Jugendliche packen am Tag der Natur mit an

60 Helferinnen und Helfer leisten am Tag der Natur in Laupersdorf rund 250 Arbeitsstunden.

Rudolf Schnyder
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Jugendliche und Kinder von der Pfadi Laupersdorf sind im Gebiet beim Rütiweiher im Einsatz.

Jugendliche und Kinder von der Pfadi Laupersdorf sind im Gebiet beim Rütiweiher im Einsatz.

Rudolf Schnyder

Bei schönem Herbstwetter, nachmittags zwischendurch auch mit gewittrigen Regengüssen, und somit mehrheitlich guten Arbeitsbedingungen, leisteten über 60 Erwachsene, Jugendliche und Kinder, was fehlte waren die Frauen, rund 250 Arbeitsstunden zugunsten einer intakten Natur. Die Dorfbevölkerung eingeladen zu diesem Tag der Natur hatte die Landschafts- und Umweltschutzkommission (Präsident Peter Wäfler).

Gearbeitet wurde auf zwölf verschiedenen Plätzen beim Güggelhof, im Steffensrain, bei der alten Schuttgrube, in der Helle, beim Möösli-Weiher, beim Rütiweiher, bei der Rauchlen und im Wald unter der Führung eines Gruppenleiters und nach Pflegeplan: Gras mähen und zusammenrechen, Büsche zurechtstutzen, Waldränder auslichten, Hecken pflegen, Tümpel vor Verlandung bewahren und Arbeiten im Wald.

Schon zum sechsten Mal in Folge wurde in Laupersdorf am Tag der Natur schon am Vormittag gearbeitet, dafür aber auch ein einfaches Mittagessen und das obligate «Zvieri» (gespendet vom Naturpark Thal) mit Thaler Produkten angeboten. Jedes Jahr mit dabei sind Landwirte mit Traktoren, Ladewagen, Motorsägen und Geräten; die Jäger von den Revieren «Sonnenberg» und «Lebern» sowie Mitglieder von Dorfvereinen wie Naturschutz- und Verschönerungsverein (NVL), Männerriege Turnverein KTV und der Pfadfinder St. Martin.

Dieses Jahr waren erfreulicherweise über 20 Kinder und Jugendliche aktiv bei der Arbeit in der Natur anzutreffen. Sogar ein 85-jähriger Senior half den ganzen Tag mit und stellte seine ausserordentliche Fitness unter Beweis. Anzutreffen war auch der Gemeindepräsident der Bürgergemeinde, Stefan Eggenschwiler.

Mit persönlichem Bezug

«Mit dem Tag der Natur soll die Dorfbevölkerung für die Wiederherstellung einer intakten Landschaft sensibilisiert werden», meinte Georg Koch, Einsatzleiter und ein Mann der ersten Stunde des Tages der Natur in Laupersdorf. «Dieses Jahr wurden auch Unterhalts- und Pflegearbeiten beim Rütiweiher vorgenommen, einem Objekt zur Förderung der Geburtshelferkröte», führte Georg Koch weiter aus. Seit einigen Jahren wirken Personen jeweils am gleichen Arbeitsplatz und bekommen dadurch einen persönlichen Bezug zu diesem Naturobjekt. Zudem bewegen sich alle Freiwilligen einen halben oder gar ganzen Tag lang in der freien Natur, was erst noch gesund ist. «Ich möchte mich bei allen Freiwilligen für den Einsatz herzlich bedanken. Für die Erhaltung der Vielfalt der Natur im Dorf ist dieser Einsatz sehr wichtig», bemerkte Georg Koch. Im Vorfeld versucht man stets durch den persönlichen Kontakt, möglichst viele Leute zum aktiven Mitmachen zu bewegen.

«Wir führen den Tag der Natur terminlich später durch als in früheren Jahren und dies soll auch so bleiben, denn wir möchten, dass die Vegetation möglichst lange gedeihen kann», erklärte Georg Koch.