Balsthal

Kinder bauen sich am Naturpark Märet einen Tatzelwurm aus Holz

Der Naturpark-Märet ist beliebt: Einige Standbetreiber zogen eine sehr positive Bilanz. Auch der Tatzelwurm fand grossen Anklang.

Ein «Märet» ist eben ein «Märet». Da wird den Besuchern und potenziellen Kunden ein anderes Einkaufserlebnis geboten: Man diskutiert mit den Standbetreibern, lässt sich ausführlich erklären, wie etwas hergestellt wird oder es wird sogar vorgeführt, degustiert hier und dort mal was.

Als Gastpark war diesmal der Parc Ela auf dem Kornhausplatz. Sandra Kunfermann aus dem Bündnerland zieht eine positive Bilanz: «Wir haben gut verkauft, am Märet ist eine gute Stimmung und die Leute nehmen sich Zeit.» Ähnlich sieht es auch Verena Gerber aus Herbetswil, die Kürbis verkauft: «Hier sieht man Leute, die man sonst nicht trifft, das gefällt mir.» Rolf Roth aus Balsthal mit seinen Holz- und Drechslerarbeiten war zum ersten Mal am Märet. Auch er ist zufrieden: «Der Verkauf läuft, die Leute sind interessiert oder bestellen sogar schon für später».

Jörg Schnyder von der Schnyder Mühle Laupersdorf zieht eine noch positivere Bilanz: «Wir haben noch nie so viel Mehl verkauf wie heute.» Die Produktevielfalt am 12. Naturpark Märet vergangenen Samstag war gross: Fleisch, Würste, Fondue, Balsamico, Handtaschen, Mützen, Feuerfässer, Holzschalen oder Zahnpasta – doch eines haben alle Waren in der Regel gemeinsam: Sie wurden von Hand gemacht.

Haselnuss-Öl und Raclette

Ruth Gasser aus Laupersdorf ist seit der ersten Ausgabe des Naturpark Märets, der zweimal jährlich organisiert wird, mit einem Stand dabei. Sie bietet das selber gepresste «Thaler Rapsöl» aus «Gasser’s Ölpresse» an, welches auch im Coop erhältlich ist. Dieses Jahr interessieren vor allem die Haselnuss- und Baumnussöle. Sie zeigt sich bereits am Vormittag zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Markts.

Doch nicht nur Thaler Produzenten haben sich in der Balsthaler Goldgasse und auf dem Kornhausplatz eingefunden. So gibts auch die Metzgerei «Boucherie de Campagne» aus Grandval im Berner Jura oder die«Dorfchäsi» aus Melchnau BE, die zahlreiche Käsesorten und rund 30 Raclettevariationen zum Kauf anbietet. Verkäufer Patrik Baumann resümiert: «Wir haben fast das gesamte Raclette verkauft. Wenn es etwas kälter wäre, wären wir vermutlich alles losgeworden.»

Tatzelwurm von 10 Meter Länge

Grossen Anklang fand auch der Tatzelwurm, der auf dem Kornhausplatz von den Besuchern zusammengeschraubt wurde. «Mit diesem Ansturm haben wir nicht gerechnet», gibt Thomas Fluri, Vizepräsident der Trägerschaft vom Holzweg Thal, zu. Insgesamt seien rund 150 gelb bemalte «Holzlattli» am Markt in der Goldgasse verteilt worden. «Davon sind wohl nicht mehr viele übrig», sagt Fluri. Der Tatzelwurm zog vor allem viele Kinder an, die diesen mit grosser Freude mitgestalteten. Gegen Ende des Markts wies der Wurm etwa eine Länge von 10 Metern auf.

Wie dieser wohl transportiert werde – «das ist eine gute Frage», sagt Fluri lachend. Die Installation verfolgte zwei Ziele: Zum einen, um die Hauptstrasse von der Goldgasse zum Kornhausplatz zu überwinden und zum anderen, dass die Leute etwas selber machen konnten. Noch nicht ganz klar sei der Verwendungszweck des Tatzelwurms. Momentan sei es eher unwahrscheinlich, dass er in den Wald kommt.

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