Neues Angebot

Kestenholz startet einen Probelauf für den Mittagstisch

Das Klubhaus des FC Kestenholz wird als Lokalität für den Mittagstisch dienen.

Das Klubhaus des FC Kestenholz wird als Lokalität für den Mittagstisch dienen.

Die Gemeinde will im Klubhaus des FC Kestenholz einen Mittagstisch für Kindergarten-, Primar- und Oberstufenschüler schaffen. Das neue Angebot wird nach den Sommerferien lanciert.

Kindertagesstätten (Kita) erfreuen sich bei Frauen, die nach der Geburt ihrer Kinder wieder ins Berufsleben einsteigen wollen, grosser Beliebtheit. Allerdings richtet sich das Angebot der Kitas primär an Eltern mit noch nicht schulpflichtigen Kindern. Gehen die Kinder erst einmal in die Schule, müssen andere Lösungen für deren Betreuung gesucht werden. Mit diesem Thema hat sich auch der Gemeinderat von Kestenholz auseinandergesetzt und dabei Handlungsbedarf geortet. Nach eingehender Beratung hat er sich deshalb für die Schaffung eines Mittagstisches für Kindergarten-, Primar- und Oberstufenschüler ausgesprochen.

77 Fragebögen ausgewertet

Die Zeit habe sich gewandelt, viele Eltern würden heute arbeiten, erklärt Gemeindeschreiber Marco Bürgi dazu. Zudem gebe es im Dorf viele zugezogene Einwohner, welche weder Grosseltern noch Verwandte in der Gemeinde hätten. «Der Gemeinderat findet es wichtig, dass die Kinder in einem geschützten Umfeld mit anderen Kindern zusammen das Mittagessen einnehmen können», erwähnt Bürgi zum Entscheid des Rates.

Dass die Einführung eines Mittagstisches einem echten Bedürfnis entspricht, zeigte eine Befragung, welche vor Weihnachten 2014 bei den Eltern der Primarschüler durchgeführt wurde.

Die Auswertung der 77 zurückgeschickten Fragebögen hat ergeben, dass am Mittagstisch mit 10 bis 15 Kindern gerechnet werden kann. Als Lokalität wird der Einwohnergemeinde das FC-Klubhaus zur Verfügung gestellt. Dies geschieht einvernehmlich und unentgeltlich, so der Gemeindeschreiber.

Jeweils an vier Wochentagen

Die Mahlzeiten für den Mittagstisch werden vom Restaurant Kastanienbaum zubereitet. Pro Kind und Mahlzeit wurden die Kosten vom Gemeinderat auf 15 Franken festgelegt. Der Mittagstisch soll an vier Wochentagen respektive jeweils am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag angeboten werden.

Zu den Kosten des gesamten Projekts will sich Bürgi noch nicht näher äussern. Das hänge auch davon ab, wie viele Kinder für den Mittagstisch angemeldet würden. Für 8 bis 10 Kinder reiche eine Betreuungsperson. Bei 10 bis 15 Kindern würden für die Betreuung mindestens zwei Personen benötigt, was natürlich Kosten verursache. Im letzteren Fall müsste darüber wohl die Gemeindeversammlung befinden. Bürgi erwähnt ferner, dass die Gemeinde noch auf der Suche nach Betreuungspersonen sei. Interessierte könnten sich noch bis 15. Mai bei der Gemeinde melden.

Der Start für den Mittagtisch für Kindergarten-, Primar- und Oberstufenschüler soll nach den Sommerferien erfolgen. Eine erste Auswertung erfolgt während der Herbstferien. Dabei werde sich zeigen, ob das Bedürfnis wirklich dem Resultat der Umfrage gerecht wird, bemerkt Bürgi dazu. Nach den Herbstferien wird dann definitiv entschieden, ob das Angebot weitergeführt wird.

Neue Beschallungsanlage MZH

Die Beschallungsanlage der Mehrzweckhalle wird ersetzt. Die bestehende Anlage ist mittlerweile über 40 Jahre alt und kann die Bedürfnisse der Hallen-Nutzer nicht mehr abdecken. Die Möglichkeiten der Beschallung und der technischen Geräte haben sich in den letzten Jahren wesentlich verändert. Die Klangqualität der Boxen ist ungenügend und moderne Kommunikationsgeräte können an der Anlage nicht angeschlossen werden.

Der Gemeinderat hat den Auftrag für den Ersatz der Beschallungsanlage an die WD Oensingen AG in Oensingen vergeben. Mit der geplanten Anlage werden die Ansprüche der Nutzer wieder abgedeckt. Die Installation der Anlage ist in den Frühlingsferien 2015 geplant.

Friedensrichter gewählt

Der Gemeinderat hat André Bürgi als neuen Friedensrichter der Gemeinde Kestenholz gewählt. Er wird die Nachfolge von Urs Eggenschwiler antreten, der per 31. Dezember 2014 demissioniert hatte. Der Gemeinderat dankt André Bürgi für die Bereitschaft zur Übernahme des Amtes.

Der Gemeinderat hat ferner die Ingenieurarbeiten für die Erschliessung Mohnweg und die Sanierung des Köpfliweges an das Ingenieurbüro BSB + Partner, Oensingen, vergeben.

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