Kestenholz
Glasfaser für eine attraktive Gemeinde

In Kestenholz erfolgte der Startschuss, die ganze Gemeinde mit einem Glasfasernetz auszurüsten. Die Arbeiten haben jetzt begonnen.

Fränzi Zwahlen
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Vertreter der neun involvierten Firmen und Körperschaften trafen sich zum Baustart des Glasfasernetzbaues von Kestenholz.

Vertreter der neun involvierten Firmen und Körperschaften trafen sich zum Baustart des Glasfasernetzbaues von Kestenholz.

Artx-Media Raeber

Im Dezember 2020 - nach einem positiven Budgetentscheid der Gemeindeversammlung - hat die Fernsehgenossenschaft Kestenholz das Projekt, die ganze Gemeinde mit Glasfasernetz-Technologie (FTTH, Fiber to the Home) auszurüsten, an die Hand genommen. Am neu zu erstellenden Glasfasernetz werden neben sämtlichen Liegenschaften von Privaten auch die Trafostationen der Energie Kestenholz sowie die Anlagen der Wasserversorgung angeschlossen. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit den Gemeindewerken von Kestenholz, so wurden die Bewohner informiert. 3,05 Mio Franken wurden dafür als Deckelungsbetrag ins Budget der Fernsehgenossenschaft Kestenholz aufgenommen.

Eine ultraschnelle und störungsfreie Verbindung

Gemäss einem damals verteilten Flugblatt, sollen die Einwohnerinnen und Einwohner von Kestenholz damit eine ultraschnelle Internet-Verbindung erhalten, die praktisch störungsfrei sei und ihnen damit ein kostengünstiges Gesamtangebot für TV, Internet, Mobile und Festnetz zur Verfügung stellt. In nicht allzu ferner Zukunft soll es dann auch möglich sein, die Strom- und Wasserzähler via elektronischem Fernauslesung durchzuführen, wurde gesagt. Am Dienstagabend dieser Woche nun, wurde ein symbolischer Spatenstich für diese neue, voraussichtlich rund 2,7 Mio. Franken teure Investition gefeiert. Dazu trafen sich Vertreter sämtlicher involvierter Firmen und Körperschaften. «Es ist ein wegweisendes Projekt für unsere Gemeinde», sagte Gemeindepräsident Arno Bürgi dazu. «Sämtliche Liegenschaften in der Gemeinde - mit Ausnahme von zwei - werden dem Glasfasernetz angeschlossen.»

Für die Fernsehgenossenschaft Kestenholz ist diese Investition in die neue Technologie ein weiterer logischer Schritt.

«Man hätte in den nächsten Jahren sowieso in Verstärkeranlagen und in die Modernisierung investieren müssen, denn das bestehende Kabel-TV Netz deckt die heutigen Bedürfnisse nicht mehr generell ab»,

erklärte der Vertreter der Fernsehgenossenschaft, Markus Wyss. «Mit einer Glasfaseranlage fallen Investitionen für künftige Verstärker und Verteilanlagen völlig weg.» Die letzte Modernisierung auf 863 Mhz stamme im Übrigen aus dem Jahr 2015.

Auch eine Wertsteigerung der Liegenschaften

Vom neuen Ausbau profitieren alle Liegenschaftseigentümer, sind sich die Verantwortlichen sicher. Schliesslich gewinnen mit dieser modernen Informationstechnologie Wohnungen und Liegenschaften an Wert und erzielen bei einem etwaigen Verkauf oder als Mietobjekt einen höheren Ertrag. Zudem wird heutzutage speziell für Firmen dieser Bereich immer wichtiger. «Das hat man auch gerade beim vermehrten Homeoffice, aufgrund der Corona-Zeit erfahren können», so Bürgi. Darüber hinaus ist die Glasfasertechnologie, welche Daten aller Art optisch und ultraschnell auf einer für das menschliche Auge unsichtbaren Lichtwelle überträgt, für grössere Strecken geeignet und nicht störanfällig. Sie gibt auch keine Strahlung ab und wird auch nicht durch andere Leitungen gestört, heisst es.

Bis Frühling 2022 soll die Anlage fertig sein

Der Bau der Leitungen, wird für den jeweiligen Liegenschaftsbesitzer keine Grabarbeiten beispielsweise durch Gärten zur Folge haben, wurde gesagt. «In den Häusern selbst werden aber die Anschlussdosen ausgewechselt». Man halte die Bevölkerung via Flugblätter auf dem Laufenden über den Stand der Arbeiten. Das Ziel ist, bis Frühling 2022 alle 1048 Nutzungseinheiten angeschlossen zu haben und mit dem Projekt fertig zu sein.

Die involvierten Firmen und Körperschaften: Fernsehgenossenschaft Kestenholz, Einwohnergemeinde Kestenholz, Elektra Kestenholz, AEK Elektro Kestenholz, Axians Schweiz AG Kestenholz, ggsnet Schwängimatt Oensingen, WD Regionet AG Oensingen, Gobet EBT AG Subingen, Infra-Com Swiss AG Sursee.