Zucchero, Chris de Burgh, Stefanie Heinzmann, Bligg, DJ Ötzi oder Anna Rossinelli. Es sind bekannte Namen, die auf der Bühne des Open-Air-Festivals 2017 in Kestenholz aufgespielt haben. Und im nächsten Jahr vom 3. bis 7. Juli, wenn das St. Peter at Sunset erneut tausende Besucher anlockt, werden es bestimmt wieder bekannte Künstler sein.

Dass die letztjährige Ausgabe durchaus erfolgreich verlief, wurde auch letzte Woche beim Business-Club-Apéro der Veranstalter festgestellt, wie eine Medienmitteilung berichtet. «Trotz des Erfolgs ist das Festival aber kein Grossanlass», beteuert OK-Präsident Roland Suter. Dies soll auch in Zukunft so bleiben.

Lange Warteschlange an der Bar

«Für uns stehen die Musik und die Stimmung im Vordergrund», erklärt Suter. «Uns geht es nicht um den Profit.» Klar sei es am Ende schön, wenn man nach dem Anlass im Plus sei. «Aber wir heben uns auch von anderen Open-Airs ab.» An den grösseren Festivals wie dem Frauenfeld oder dem Greenfield stehen andere Aspekte im Vordergrund. In Kestenholz sei das Ziel, einen schönen und gediegenen Abend zu bieten. «Wir wollen nicht einfach so viel Publikum, bis die Besucher den Star nur noch auf LED-Wänden sehen können», erzählt der OK-Präsident weiter. «Wir wollen Nähe.»

An der letztjährigen Ausgabe wurde dies jedoch zum Verhängnis. «Die Besucher rannten uns regelrecht die Bude ein.» Vor allem während dem Konzert von Headliner Zucchero kam es beim Anstehen für Essen und Getränke zu sehr langen Wartezeiten. «Viele Leute konnten nicht bewirtet werden, obwohl das Team hinter der Bar wie verrückt schuftete.» Seit den Anfängen sind Jasmin und Andy Aeschimann vom Restaurant Waldheim für das leibliche Wohl des Publikums am Festival zuständig. Ihnen sowie Präsident Suter habe das Herz beim Anblick der Warteschlagen geblutet. Deshalb wird sich aufs Jahr 2019 einiges ändern.

Catering-Bereich wird ausgebaut

Das Bar- und Lounge-Angebot wird verdreifacht: Statt nur der Coop-Sunset-Lounge wird es im nächsten Jahr auch eine Raiffeisen-Garden-Lounge sowie eine Visana-Sky-Lounge in drei Metern Höhe geben. «Mit der Visana konnten wir für unser Festival nämlich einen weiteren Hauptsponsor gewinnen», erzählt Suter stolz.

Zudem wird das Zelt mit dem VIP-Restaurant um rund zehn Meter verschoben, um mehr Platz zu erhalten. Ein zusätzlicher Food-Truck, der Hamburger oder ähnliches bieten könnte, wird auch für Entlastung sorgen. Zudem prüfen die Organisatoren die Einführung eines Cashless-Systems mithilfe von Armbändern oder Karten, die im Vorneherein aufgeladen werden. Dank diesem bargeldlosem Bezahlen könne die Wartezeit an den Ständen verkürzt werden.

«Als letzte Änderung suchen wir ausserdem für jeden Festivalabend einen Supporting Act, sodass sich das Publikum besser auf dem Gelände verteilen kann», gibt Suter bekannt.
Trotz der zahlreichen Änderungen bleibt auch einiges gleich: «Die Grösse des Geländes, die Kapazität sowie die Preise für die Tickets bleiben gleich», versichert Suter. «Wir hoffen, dass wir die Mehrkosten der Änderungen durch die Mehreinnahmen der weiteren Angebote decken können.»

Star-Ideen für nächstes Jahr

Auch wenn noch kein Name bekannt gegeben wurde: Klar ist, dass auch bei der nächsten Ausgabe von St. Peter at Sunset grossartige Künstler auftreten werden. «Wir haben natürlich schon die ein oder andere Idee», spannt der Festival-Macher auf die Folter.

Ein Highlight des vergangenen Business-Club-Apéros war zudem das Interview von TV-Moderator Sascha Ruefer mit André Béchir. Der erfolgreichste Konzertveranstalter des Landes lobte die Macher von St. Peter at Sunset, denen er in den letzten Jahren die Türe zum einen oder anderen Superstar geöffnet hat. «Es ist eines der kleinsten Festivals», so Béchir. «Aber dasjenige mit dem grössten Herzblut.»