Neuendorf
Keine Kriminal-Touristen: «Vagabunden» aus der Region hausten im Wald

Die Nachricht, dass in zwei gut versteckten Zelten im Neuendorf-Wald Kriminal-Touristen hausen könnten, sorgte letzte Woche bei den Forstangestellten für Unbehagen und im Dorf für viel Gesprächsstoff. Nun hat die Polizei Entwarnung gegeben.

Drucken
Teilen
In den zwei entdeckten Zelten herrschte grosse Unordnung. (Archiv)

In den zwei entdeckten Zelten herrschte grosse Unordnung. (Archiv)

Erwin von Arb

Nicht Kriminal-Touristen, sondern moderne Vagabunden haben ihre Zelte während mindestens einer Woche am Hessenbahnweg aufgeschlagen. Dabei handelt es sich um zwei rund 30-jährige Männer ohne festen Wohnsitz, wie Melanie Schmid vom Mediendienst der Kantonspolizei Solothurn auf Anfrage erklärt. Hinweise, wonach dort noch weitere Personen gelebt haben, gebe es keine.

Zwei Schweizer «Camper»

Woher die beiden «Vagabunden» stammen, wollte Schmid mit Verweis auf den Persönlichkeitsschutz der Männer nicht verraten. «Es sind Schweizer, die nicht aus Neuendorf, aber aus der Region kommen», bemerkt Schmid, ohne zu bestätigen, dass beide Männer aus dem Kanton Solothurn stammen.

Inzwischen hat die Kantonspolizei die zwei Männer angewiesen, ihre Zelte abzubauen und samt den anderen Utensilien inklusive Notstromaggregat aus dem Wald zu entfernen.

Neuendorfs Bürgergemeindepräsident Emil Lämmle hatte am Sonntag bei einem Augenschein festgestellt, dass die Männer den Waldboden an jener Stelle, wo sie campiert hatte, sauber gereinigt haben.

Ihre Sachen hatten sie bereits auf dem nahen Hessenbahnweg deponiert. «Diese sind wohl inzwischen abgeholt worden», so Lämmle. Mit einer Strafe wegen des wilden Campierens im Wald müssen die Männer übrigens nicht rechnen. Es sei keine Anzeige eingereicht worden, liess Kapo-Sprecherin Melanie Schmid dazu verlauten. (eva)

Das mit grünen Blachen gebaute Zelt

Das mit grünen Blachen gebaute Zelt

Erwin von Arb

Aktuelle Nachrichten