Es ging nicht darum, den Beschluss umzustossen, dass die Bergschule geschlossen wird. Aber die Bergfamilien hatten bei den Gemeinden Antrag gestellt, die Schule sei übergangsweise noch drei Jahre weiterzuführen, also bis 2016/2017, um den «harten Entscheid etwas abzufedern».

Die Behörden nahmen den Antrag entgegen, kürzten die Frist auf ein Jahr und knüpften die Bedingung daran, dass alle vier Trägergemeinden Ja sagen zu diesem Kompromiss. Aedermannsdorf, Laupersdorf und Matzendorf erklärten sich einverstanden, doch der Gemeinderat von Mümliswil-Ramiswil lehnte den Antrag mit fünf gegen zwei Stimmen ab.

Die Bergschüler werden nun also bereits ab kommenden August mit Beginn des neuen Schuljahres in Laupersdorf unterrichtet. «Ich hatte wirklich gehofft, dass wir wenigstens ein Jahr Zeit haben für die Organisation», erklärt Edgar Kupper, Gemeindepräsident von Laupersdorf und bekennender Freund der Bergschule.

«Aber jetzt sehe ich keinen anderen Weg mehr, als mit Hochdruck alles bereit zu stellen für den Schulstart im Herbst.» Er geht davon aus, dass sich die Bergfamilien dieser Realität stellen werden und helfen, eine gute Lösung zu finden.

Hoffnung gemacht für die Übergangsfrist hatte auch der Kanton Solothurn, denn es wurden Subventionen in Aussicht gestellt. «Diese einjährige Frist erschien uns sinnvoll, darum haben wir sie unterstützt», erklärt Regierungsrat Remo Ankli, Vorsteher des Departements für Bildung und Kultur.

In den verschiedenen Gemeinderäten wurde diese Haltung jedoch nicht verstanden: Es leuchte nicht ein, warum eine Schule finanziell unterstützt wird, die geschlossen werden soll, weil sie den Anforderungen nicht mehr genügt.

Erst recht nicht, wenn der Kanton sparen muss. Ankli kontert: «Es ging uns nicht darum, den Grundsatzentscheid zur Schliessung irgendwie infrage zu stellen. Daran halten wir fest.»