Kappel

«Keine Angst, es wird wieder ein neues ‹Wäldli› geben»

Die Primarschulkinder, Lehrkräfte und Behördenvertreter von Kappel hatten gestern Grund zur Freude: Nach Jahren der Planung fand der Spatenstich zum Schulhausneubau statt.

Die Primarschulkinder, Lehrkräfte und Behördenvertreter von Kappel hatten gestern Grund zur Freude: Nach Jahren der Planung fand der Spatenstich zum Schulhausneubau statt.

Am Montagnachmittag fand in Kappel der Spatenstich zum neuen Schulhaus statt. Damit fiel nach jahrelanger Planungsphase der Startschuss zu einem für Gemeinde immens wichtigen Projekt.

Die Sonne lachte vom Himmel, als die Verantwortlichen der Gemeinde Kappel am Montagnachmittag, zusammen mit zahlreichen Behördenvertretern und einer aufgeregten Kinderschar, mit dem Spatenstich den Schulhausneubau symbolisch startete.

Präsident Rainer Schmidlin zeigte den Anwesenden «anhand der heutigen Fünftklässler» den langen Weg der Schulraumplanung bis zum Spatenstich auf, angefangen bei der steigenden Einwohner- und damit Schulkinderzahl vor fünf Jahren über den von den Architekten Lorenz und Döring gewonnenen Architekturwettbewerb vor drei Jahren und die Gemeindeversammlungsgenehmigung des Projektplanungskredits bis hin zum Ja an der Urne inklusive Vollunterkellerungsausbau vor zwei Jahren.

«Anstatt dass beim Übertritt der heutigen Fünftklässler von der dritten in die vierte Klasse die Baumaschinen loslegen konnten, sorgten drei Kappeler Einwohner dafür, dass die Fünfklässler von der vierten in die fünfte Klasse wechselten und noch immer weit und breit kein neues Schulhaus stand.»

Einen demokratisch gefällten Entscheid nicht zu akzeptieren und dagegen Beschwerde zu führen sei «zwar legitim», so Schmidlin, «aber eben nicht sonderlich demokratisch». Darum würden die Fünftklässler von der Primarstufe in die Sekundarschule übertreten, in Hägendorf oder Olten zur Schule gehen, bis das neue Schulhaus in Kappel bezugsbereit sei.

Der Präsident wand allen Projektbeteiligten ein Kränzchen «für ihre Geduld und den Willen, das Projekt bis zur Baureife zu bringen», den Lehrkräften, «die auch in den nächsten Monaten in suboptimalen Verhältnissen unterrichten müssen» und «nicht zuletzt den Schülerinnen und Schülern für das Verständnis, dass ihre Bewegungsfreiheit während der Bauzeit eingeschränkt wird».

«Eine spannende Sache»

Danach sprach der fürs Ressort Bildung zuständige Vizepräsident Patrick Ritter direkt die Kinder an. «Bagger fahren auf, ein Baukran wird erstellt, Löcher werden gegraben, es wird gehämmert und gebohrt, gesägt.

Wir werden Lärm, Staub und viele Leute, die sich auf der Baustelle bewegen, erleben – eine spannende Sache. Habt ihr gewusst, dass es etwa 60 verschiedene Berufe braucht, um ein Schulhaus zu bauen? Wenn ihr Euch also überlegt, was ihr einmal werden wollt, dann habt ihr hier die Möglichkeit, die verschiedenen Berufe zu sehen.»

Auch Ritter gewährte den Anwesenden einen Einblick in die Schulraumplanung. «Alles das ist nun geklärt und wir sind bereit, das Bauwerk zu erstellen.» Er wünschte allen «einen unfallfreien und reibungslosen Ablauf des Neubaus, auf dass wir die Eröffnung des Werkes für das Schuljahr 2015/16 vorbereiten können.

Wir werden weiterhin darauf achten, dass wir die Kosten nicht überschreiten.» Ritter versäumte es nicht, den Kindern auf dem Bauplatz eine gute Nachricht zu überbringen, die bei ihnen fast genau so lauten Jubel und Applaus auslöste wie die Aussicht auf eine Glace nach dem Spatenstich: «Keine Angst: Das ‹Wäldli› wird nicht einfach abgebrochen; es wird wieder ein neues geben.»

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