Gretzenbach
Kein Tag ist wie jeder andere

Mit dem 60 Meter-Lauf wurden die 25. Behindertensporttage in Gretzenbach eröffnet. Das Jubiläum wurde im Anschluss an die Spiele gefeiert.

Anita Soppelsa
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Unter dem Applaus von Regierungsrätin Esther Gassler (rechts) gaben die Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim 60 Meter-Lauf alles.

Unter dem Applaus von Regierungsrätin Esther Gassler (rechts) gaben die Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim 60 Meter-Lauf alles.

BRUNO KISSLING

Mit dem traditionellen 60 Meter-Lauf wurde der 25. Behindertensporttag in Gretzenbach am Samstagnachmittag eröffnet. Die Sportler liefen, was das Zeug hielt. Anschliessend verteilten sich die Athleten auf die weiteren Disziplinen. Unter «lauten» Bedingungen musste man in einer halben Minute so viele Nägel wie möglich einschlagen. Auch beim Büchsenwerfen und beim Mega-Dart war viel Geschick gefragt. «Kann ich alle Büchsen runterwerfen?» «Krieg ich den Pfeil in die Mitte?» Das wird sich sicher der eine oder andere Sportler gedacht haben.

Eine Torte zum Geburtstag

Da es der 25. Geburtstag war, durfte natürlich die Geburtstagstorte nicht fehlen. Bei dieser Disziplin ging es ebenfalls um Geschicklichkeit. Die Sportler warfen Ringe über die Kerzen der Torte. Je mehr Ringe hängen blieben, desto mehr Punkte erhielt man. Auch der Geschenketransport, auch eine Geburtstagsdisziplin, war nicht ohne. Die Athleten mussten die einzelnen Geschenke von A nach B und zurück transportieren. Das hiess: Geschwindigkeit war gefragt. Dann war da noch der Posten Jubiläumsparcours. Hoch und runter, rechts und links, im Slalom und geradeaus ging es. Hier musste man wirklich seine Ausdauer, Schnelligkeit und Geschicklichkeit unter Beweis stellen.

Ebenfalls bei der Disziplin Steps: Hoch aufs «Bänkli» gings und wieder runter. Die einzelnen Steps, die in einer gewissen Zeitspanne gemacht wurden, wurden gezählt. Die Posten Weitsprung, Steinstossen und Billard ergänzten den Sportkampf. Hatte jeder Sportler seine ausgewählten acht Disziplinen absolviert, musste noch um Punkte gewürfelt werden. Geschicklichkeit, Kraft oder Ausdauer waren hier mal nicht das Wichtigste. Nur das Glück zählte. Bereits bei der Nummernvergabe erhielt jeder Sportler einen Essens- und Getränkebon, welchen er nach getaner «Arbeit» einlösen konnte. Dies wurde auch rege benutzt. Feine Bratwürste und Cervelats stärkten die Sportler, damit sie das weitere Programm in Angriff nehmen konnten.

Auftritt der Vielharmoniker

Der Höhepunkt war wie immer der Auftritt der Ildefonser Vielharmoniker aus Olten. Da war alle Müdigkeit wie weggeblasen. Während einer kleinen Pause der Gugge durfte jeder Athlet einen Ballon entgegennehmen, an welchem er eine Postkarte mit seinem Namen anknüpfen musste. Drei, zwei, eins und los, hiess es. Es ist alle Jahre ein schönes Bild, wie die farbigen Ballons gemeinsam in den Himmel schweben. Welcher reist wohl dieses Jahr am weitesten? Nachdem die Ildefonser nochmals gespielt hatten, ging es zur Rangverkündung. Dieses Jahr durfte Patrick Zwahlen die Goldmedaille in Empfang nehmen, gefolgt von Philipp Mottet auf Platz zwei und Sven Dreier auf Platz drei. Dann gings weiter mit der Siegerehrung, denn am Behindertensporttag Gretzenbach ist jeder ein Sieger.

Den 25. Geburtstag verbrachten alle nach der Preisverleihung in der Turnhalle, wo alles bereits gedeckt und bereitgestellt war für das Nachtessen. Doch zuerst wurde zur Live-Musik das Tanzbein geschwungen. Ohne nennenswerte Zwischenfälle ging der 25. Sporttag dem Ende zu. Müde, aber zufrieden wurden die Teilnehmer in den Bussen nach Hause gebracht.