Thal Gäu

Kein Kandidat erreichte das absolute Mehr

Noch ist nicht klar, wer im Amthaus Schmelzihof als Ersatzamtsrichter ein und aus gehen wird.

Noch ist nicht klar, wer im Amthaus Schmelzihof als Ersatzamtsrichter ein und aus gehen wird.

Die Wahl eines Ersatzamtsrichters für Thal und Gäu geht in die zweite Runde. Keine der drei Kandidaturen erreichte das absolute Mehr.

Wenig überraschend schaffte keine der drei Kandidaturen im ersten Wahlgang das absolute Mehr. Damit bleibt das Rennen um die Ersatzrichterwahl in der Amtei Thal-Gäu noch offen. Am besten schnitt die CVP-Vertreterin aus Balsthal, Marilena Schioppetti, mit 3426 oder 45,9 Prozent der Stimmen ab. Auf dem zweiten Platz landete der Vertreter der FDP, Markus Wyss aus Kestenholz. Der Finanzverwalter konnte 2816 Stimmen auf sich vereinigen.

Abgeschlagen auf dem dritten Platz landete Kathrin Becht-von Niederhäusern aus Matzendorf, SP + Unabhängige, mit 1207 Stimmen. Das absolute Mehr lag bei 3791 Stimmen. Damit wird wohl eine zweiter Wahlgang um die Nachfolge von Regina Füeg (CVP), die im Herbst als Amtsrichterin gewählt wurde, notwendig. Die Stimmbeteiligung am gestrigen Sonntag lag in den 17 Gemeinden der Amtei Thal-Gäu bei 32,8 Prozent.

Überraschend viele Kandidaturen

Erstaunlich, dass die Ersatzrichterwahl gleich drei Kandidaturen hervorbrachte. Deshalb erschien der Wahlausgang auch völlig offen. Dass sich jetzt mit der Balsthalerin Marilena Schiopetti so etwas wie eine Favoritin für einen zweiten Wahlgang abzeichnet, mag deshalb etwas überraschen. Der freisinnige Kandidat Markus Wyss liegt mehr als 600 Stimmen hinter der Juristin aus Balsthal, was wiederum die Vermutung nährt, Thal und Gäu seien echte CVP-Stammlande. Umso mehr, als die Drittklassierte Kathrin Becht aus Matzendorf, die für die SP und Unabhängige antrat, lediglich 1207 Stimmen erzielte. Sozialdemokraten haben’s selbst in der Justiz schwer.

Die CVP hat damit gute Chancen, den durch Regina Füeg frei gewordenen Sitz in einem zweiten Wahlgang verteidigen zu können. Neben ihrer Parteizugehörigkeit dürfte für die Frau aus Balsthal auch gesprochen haben, dass sie als Anwältin und Notarin mit rechtlichen Fragen vertraut ist, während ihre Mitkonkurrierenden mit der Materie weniger vertraut sein dürften.

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