Neuendorf

Kapelle St. Stephan erstrahlt nach Renovation in neuem Glanz

Die schmucke Kapelle St. Stephan in Neuendorf erstrahlt wieder in alter Frische.

Die schmucke Kapelle St. Stephan in Neuendorf erstrahlt wieder in alter Frische.

Nach den rund drei Monate dauernden Renovationsarbeiten wird die Kapelle St. Stephan am Donnerstagabend von Pfarrer Kenneth N. Ekeugo feierlich eingesegnet.

Kirchgemeindepräsident Josef Zeltner und Ivo Bertola, Bauverantwortlicher des Kirchenrates Neuendorf, strahlen um die Wette, während sie ihre Blicke durch den frisch renovierten Innenraum der um 1516 erbauten Kapelle St. Stephan schweifen lassen. «Das Resultat der Mitte August angelaufenen und nun abgeschlossenen Innenrenovation macht Freude, man kann die Frische, die hier Einzug gehalten hat, wirklich riechen», sagt Zeltner sichtlich erfreut.

Putz ist wieder «atmungsaktiv»

Für das angenehme Raumklima sorgt der neue Putz mit diffusionsfähiger Farbe an den Wänden, der anstelle des mit Dispersionsfarbe gestrichenen und deshalb nicht mehr «atmungsaktiven» Abriebs aufgetragen wurde. Um die für Bruchsteinmauren wichtige «Atmungsfähigkeit» wieder herzustellen, musste der alte Putz vorgängig abgefräst werden, wie Ivo Bertola erwähnt.

Rund 250 Kilogramm Material wurden abgetragen und durch rund 450 Kilogramm sogenannten Schlemmputz ersetzt. Für den Putz und die Bemalung der Wände wurden ausschliesslich mineralische Werkstoffe auf Kalkbasis verarbeitet.

Im Zuge der Innenrenovation wurden ferner die zwei Mauernischen für die Elektrospeicheröfen verschlossen und die mit Eichenholzabdeckungen versehenen Heizkörper davor platziert. Um die Feuchtigkeit in der Kapelle auf ein Minimum zu reduzieren, soll die Temperatur von bisher 16 bis 17 Grad Celsius auf 14 Grad abgesenkt werden, wie Kirchengemeindepräsident Josef Zeltner bemerkt.

Fünf Bilder wiesen Schäden auf

Ebenfalls in neuem Glanz erstrahlen der Altar und 14 Bilder, welche den Kreuzweg Jesu zeigen. Diese stammen aus der Dorfkirche und hängen seit rund 30 Jahren in der Kapelle. Konservator Daniel Derron aus Luterbach hat diese Kulturgüter einer «gehobenen Auffrischung» zugeführt und danach konserviert. Dazu gehören auch Ausbesserungen allfälliger Farbschäden, wie Derron dazu ausführt. Solche hat der Konservator bei fünf der erwähnten Bilder vom Kreuzgang Jesu entdeckt und diese fachmännisch wieder instand gestellt. In gutem Zustand präsentierte sich der barocke Altar, der aus Tannenholz gefertigt wurde, wie Derron erwähnt. Für die geschnitzten Elemente, wie etwa die Figuren, wurde Lindenholz verwendet.

Die Kosten für die Auffrischung des Altars und der 14 Bilder belaufen sich gemäss Offerte auf rund 9000 Franken, die Innenrenovation der Kapelle ist mit insgesamt 37 000 Franken veranschlagt. Dieser Kostenrahmen könne wohl eingehalten werden, so Zeltner.

Einsegnung am Donnerstag

Am kommenden Donnerstag wird die Kapelle St. Stephan der Bevölkerung um 19.30 Uhr mit einem feierlichen Gottesdienst wieder zugänglich gemacht. Die Einsegnung nimmt der leitende Priester vom Pastoralraum Gäu, Pfarrer Kenneth N. Ekeugo vor.

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