ARA-Falkenstein
Kapazität der alten Biogastransport-Leitung reicht nicht aus

Die Delegierten des Zweckverbandes ARA-Falkenstein liessen sich über den Stand der Arbeiten für eine neue Biogastransportleitung orientieren. Deren Durchmesser soll von 80 auf 150 Millimeter erhöht werden.

Peter Wetzel
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An der Delegierten-Versammlung wurde auch über die ARA-Anlage in Oensingen berichtet. (Archiv)

An der Delegierten-Versammlung wurde auch über die ARA-Anlage in Oensingen berichtet. (Archiv)

HR. Aeschbacher

Enzo Cessotto, Präsident des Zweckverbandes Abwasserregion Falkenstein, gedachte zu Beginn der 106. Delegiertenversammlung des verstorbenen Heinz Bussmann (Balsthal). Er sei 44 Jahre lang in der Betriebskommission und im Vorstand tätig gewesen und habe sich deshalb ein grosses Fachwissen angeeignet.

Simon Friedli (Büro BSB + Partner)) informierte über die neue Biogastransportleitung, welche die ARA mit der Axpo Kompogas AG verbindet. In der alten Leitung entstanden hauptsächlich Probleme mit dem Kondenswasser. Sie genügte auch bezüglich der Kapazitäten nicht mehr.

Der Leitungsdurchmesser werde deshalb von 80 auf 150 Millimeter erhöht und es werde ein kontinuierliches Gefälle für die Entnahme des Kondensats angestrebt. Weiter sei der Einbau einer Kondensatschleuse vorgesehen. Die Kosten betragen rund 105 000 Franken und die Arbeiten sollen gegen Ende Oktober abgeschlossen werden.

Mit dem Projekt auf Kurs

Betriebsleiter Markus Bieli berichtete traditionsgemäss über die Abwasserreinigungsanlage in Oensingen. Bei der Biologie und dem Schlamm sehe es gut aus, aber Mühe bereite die Schlammheizung. Er sei froh, wenn die neue Heizung in absehbarer Zeit wieder normal funktioniere.

Alex Benz (Hunziker Betatech AG) orientierte kurz über das laufende Projekt «Schlammerwärmung». Im Verlauf des Novembers könne dieser Teil der Anlage wieder hochgefahren werden und man bewege sich im vorgegebenen Budgetrahmen.

Fertig sei die erste Etappe des Kanalnetzes von Mümliswil nach Balsthal und von Holderbank nach Balsthal, so Bieli. Im vergangenen Halbjahr sei es weiter gegangen mit den Schachtsanierungen, zudem wurden unter anderem Rührwerke und Gebläse revidiert und ein neuer Heizungsverteiler errichtet.

Voranschlag 2016 genehmigt

Verwalter Hansjörg Jorns erklärte, weshalb das Budget 2016 etwas umfangreicher ausgefallen sei. Die Darstellung entspreche dem neuen Kontoplan gemäss den Vorgaben des harmonisierten Rechnungsmodells 2 (HRM2).

Die budgetierten Betriebskosten 2016 betragen 1,656 Mio. Franken und sind im Vergleich zum Budget 2015 um rund eine halbe Mio. Franken tiefer. Der Gesamtaufwand beträgt 2,450 Mio. Franken und der Gesamtertrag 794 000 Franken.

Für die Vorfinanzierung von Investitionen sind 100 000 Franken vorgesehen (Projekt Elimination Spurenstoffe und Projekt biologische Nachklärung mit je 50 000 Franken). Der Voranschlag 2016 wurde einstimmig genehmigt.

Für die Aufteilung der Kosten auf die Verbandsgemeinden liegt ein provisorischer Betriebskostenverteiler vor. Die Geschäfte «Kostenverteiler 2016» und «Statuten 2016» werden auf die nächste Delegiertenversammlung vertagt.

Das Geschäft «Anschluss von Welschenrohr» ist zwar grundsätzlich entschieden, muss jedoch an allen Budget-Gemeindeversammlungen bestätigt werden.

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