Balsthal
Kantonsrat Markus Ammann: «Solidarität muss gelebt werden»

Die SP Thal-Gäu beging den 1. Mai mit einem Fest in Balsthal. Festredner Markus Ammann brach eine Lanze für ältere Arbeitnehmer, die immer stärker von der Arbeitslosigkeit betroffen sind.

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SP-Kantonsrat Markus Ammann trat in Balsthal als Festredner auf.

SP-Kantonsrat Markus Ammann trat in Balsthal als Festredner auf.

zvg

Zur diesjährigen 1. Mai Feier der SP Thal-Gäu im Bürgerhaus in Balsthal war Markus Ammann als Festredner eingeladen. Er ist Kantonsrat und Präsident der SP-Kantonsratsfraktion. Amman wies in seiner Rede darauf hin, dass die überdurchschnittliche Arbeitslosigkeit ab 50 Jahren ein grosses gesellschaftliches Problem ist. Menschen, die den grössten Teil ihres Lebens gearbeitet haben, stehen plötzlich vor dem finanziellen und sozialen Abgrund.

Arbeitgeber in der Pflicht

Um diese unhaltbare Situation für die über 50-Jährigen nicht entstehen zu lassen, müssen gemäss Ammann nun Massnahmen umgesetzt werden. So seien die Arbeitgeber in der Pflicht, den Angestellten ständige Aus- und Weiterbildung zu gewähren. Damit sollen sie die Anforderungen im Betrieb langfristig erfüllen können und allenfalls auch bei einer Kündigung weitgehend arbeitsmarktfähig bleiben.

Andererseits müsse die Wirtschaft die notwendigen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten hierfür auch anbieten. «So lange dies nicht erfüllt ist, muss die deutlich längere Dauer der Arbeitslosigkeit der älteren Arbeitnehmenden mit einer längeren Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes aufgefangen werden», so Ammann.

Steuervorlage 17 macht Sorgen

Ein weiteres Kernthema von Ammann ist die Steuervorlage 17. Wenn man im Kanton Solothurn in diesen Tagen von Solidarität spreche, komme man um die Steuervorlage 17 nicht herum. Die aktuelle Diskussion zu der zukünftigen Entwicklung im Kanton Solothurn macht dem Festredner Sorgen. Er befürchtet, dass die weiteren kantonalen Sparprogramme, die vor allem wegen der geplanten unverhältnismässigen Steuersenkung für Unternehmen angekündigt sind, insbesondere die Bereiche Bildung, Gesundheit und Soziales betreffen werden. Gemäss Ammann ist der Spielraum für weitere Einsparungen aber heute schon klein. «Der Kanton wird gezwungen sein, die Steuern zu erhöhen. Normale Steuerzahler, sei es auf kantonaler oder kommunaler Ebene werden letztlich die Zeche mit höheren Steuern bezahlen müssen», so Ammann. (mgt)