Kosten eingefroren
Kanton will nichts an den Ortsbus zahlen – was tut Oensingen?

Der Kanton Solothurn friert die Kosten für den Öffentlichen Verkehr ein. Darunter leidet auch der Ortsbus von Oensingen. Die Gemeinde nimmt das zur Kenntnis.

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Der Ortsbus unterwegs auf der Schlossstrasse: So soll es weiterhin bleiben.

Der Ortsbus unterwegs auf der Schlossstrasse: So soll es weiterhin bleiben.

Alois Winiger

Der Kanton Solothurn hält strikt am Sparkurs fest und will keine neuen Angebote des öffentlichen Verkehrs mehr mitfinanzieren. Das zeigt die aktuelle Kreditvorlage des Regierungsrats für die Jahre 2016 und 2017. Das heisst, der Ortsbus wird also nicht ins ÖV-Angebot des Kantons aufgenommen, so wie es sich die Gemeinde Oensingen vorgestellt hatte.

Seit Dezember 2013 fährt das «Oensingerli» tagsüber von Montag bis Samstag alle halbe Stunde ab Bahnhof einen Rundkurs. Eine dreijährige Pilotphase – finanziert durch die Gemeinde – sollte aufzeigen, wie gross der Bedarf an einem Ortsbus ist. Schon nach einem halben Jahr verkündeten Postauto und die Gemeinde, die Fahrgastzahlen hätten die kühnsten Erwartungen übertroffen.

Damit seien die Voraussetzungen für die Aufnahme in den Regelbetrieb gegeben. Dass daraus nichts wird, nimmt man in Oensingen erst einmal zur Kenntnis. «Dazu lässt sich noch nicht viel sagen, der Bescheid ist noch zu neu», sagt Gemeindepräsident Markus Flury. Man wolle auf jeden Fall am Ortsbus festhalten, denn dieser werde sehr geschätzt. (wak)

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