Neuendorf
Kanton verbannt Postauto vom Chäsiweg

Der Kanton stellt eine Aufhebung der Buslinienführung über den Chäsiweg ab Dezember 2018 in Aussicht. Der Strassenaufbau für die Aufnahme von schweren Fahrzeugen ist zu schwach ausgelegt.

Erwin von Arb
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Der Postautoverkehr über den Chäsiweg soll im Dezember eingestellt und die Bushaltestelle für die Kreisschule Gäu an die Wolfwilerstrasse verlegt werden.

Der Postautoverkehr über den Chäsiweg soll im Dezember eingestellt und die Bushaltestelle für die Kreisschule Gäu an die Wolfwilerstrasse verlegt werden.

Bruno Kissling

Die über den Chäsiweg in Neuendorf führende Postauto-Linie bewegt schon seit längerer Zeit die Gemüter der Behörden und der Bevölkerung. Eingerichtet wurde diese Line auf Verlangen der Kreisschule Gäu für den Schülertransport mit einer entsprechenden Haltestelle beim Kreisschulhaus. Allerdings zeigte sich schon bald, dass der Strassenaufbau für die Aufnahme von solch schweren Fahrzeugen zu schwach ausgelegt ist und deshalb Schaden nahm. Obwohl die Gemeinde deswegen beim Kanton mehrfach intervenierte, geschah lange nichts. Das letzte Kapitel in dieser Sache wurde an der Gemeindeversammlung im Dezember 2016 geschrieben, als der Souverän einen Kredit von 106'000 Franken für die Sanierung des Chäsiwegs verweigerte und stattdessen eine Verlagerung des Busbetriebs auf die Dorfstrasse verlangte.

Einbahnstrasse Neuendorf Im Jahr 2020 möchte der Kanton die Ortsdurchfahrt von Neuendorf sanieren. Die Kosten dafür belaufen sich auf insgesamt 9. Mio. Franken, wie Daniel Zimmermann, Leiter Projektmanagement Kreis II vom Amt für Verkehr und Tiefbau (AVT) im Gemeinderat von Neuendorf erwähnte. Der Kanton favorisiert während der Bauarbeiten die Einrichtung eines Einbahnregimes für den Verkehr inklusive öV. Angedacht ist eine Verkehrsführung von Härkingen kommend über die Dorfstrasse in Richtung Niederbuchsiten. Aus der Gegenrichtung würde der Verkehr via Wolfwilerstrasse, Bifangstrasse, Fulenbacherstrasse umgeleitet. Mit diesem Verkehrsregime könnten die zwei bis drei Jahre dauernden Bauarbeiten wesentlich verkürzt und Kosten gespart werden, wie Zimmermann bemerkte. Die einzige Alternative zum beschriebenen Einbahnverkehr wäre der Einsatz einer Lichtsignalanlage. Die2 Kilometer lange Ortsdurchfahrt von Neuendorf soll im Rahmen der Sanierung auf eine einheitliche Breite von 7 Metern ausgebaut werden und über einen einseitigen, 2 Meter breiten Gehweg verfügen. Geplant sind neben der Sanierung von sieben Kunstbauten in Form von Brücken und Bachmauern mindestens fünf Fussgängerübergänge mit Mittelinseln, wie AVT-Projektleiter Jürg Stuber erläuterte. Vorgesehen ist ferner die behindertengerechte Ausgestaltung der Bushaltestellen. Die Vertreter des Kantons nutzten die Vorstellung des Projekts im Gemeinderat, um wertvolle Inputs aufzunehmen und die weitere Planung aufzunehmen. Der Gemeinderat werde die vorgeschlagene Verkehrsführung während der Bauarbeiten beraten und seinen Entscheid dem Kanton mitteilen, erklärte Gemeindepräsident Rolf Kissling. (eva)

Einbahnstrasse Neuendorf Im Jahr 2020 möchte der Kanton die Ortsdurchfahrt von Neuendorf sanieren. Die Kosten dafür belaufen sich auf insgesamt 9. Mio. Franken, wie Daniel Zimmermann, Leiter Projektmanagement Kreis II vom Amt für Verkehr und Tiefbau (AVT) im Gemeinderat von Neuendorf erwähnte. Der Kanton favorisiert während der Bauarbeiten die Einrichtung eines Einbahnregimes für den Verkehr inklusive öV. Angedacht ist eine Verkehrsführung von Härkingen kommend über die Dorfstrasse in Richtung Niederbuchsiten. Aus der Gegenrichtung würde der Verkehr via Wolfwilerstrasse, Bifangstrasse, Fulenbacherstrasse umgeleitet. Mit diesem Verkehrsregime könnten die zwei bis drei Jahre dauernden Bauarbeiten wesentlich verkürzt und Kosten gespart werden, wie Zimmermann bemerkte. Die einzige Alternative zum beschriebenen Einbahnverkehr wäre der Einsatz einer Lichtsignalanlage. Die2 Kilometer lange Ortsdurchfahrt von Neuendorf soll im Rahmen der Sanierung auf eine einheitliche Breite von 7 Metern ausgebaut werden und über einen einseitigen, 2 Meter breiten Gehweg verfügen. Geplant sind neben der Sanierung von sieben Kunstbauten in Form von Brücken und Bachmauern mindestens fünf Fussgängerübergänge mit Mittelinseln, wie AVT-Projektleiter Jürg Stuber erläuterte. Vorgesehen ist ferner die behindertengerechte Ausgestaltung der Bushaltestellen. Die Vertreter des Kantons nutzten die Vorstellung des Projekts im Gemeinderat, um wertvolle Inputs aufzunehmen und die weitere Planung aufzunehmen. Der Gemeinderat werde die vorgeschlagene Verkehrsführung während der Bauarbeiten beraten und seinen Entscheid dem Kanton mitteilen, erklärte Gemeindepräsident Rolf Kissling. (eva)

Zur Verfügung gestellt

Haltestellen an Wolfwilerstrasse

Der Gemeinderat intervenierte beim Kanton wiederholt im Hinblick auf eine Aufhebung der Haltestelle am Chäsiweg. Nachdem zum kommenden Fahrplan 2019 das Buskonzept Olten Gösgen Gäu umgesetzt wird und das weitere Vorgehen auch mit dem Strassensanierungsprojekt abgestimmt wurde, sind die Voraussetzungen erfüllt, dem Wunsch der Gemeinde nachzukommen. Kund tat dies im Gemeinderat Neuendorf der Abteilungsleiter Öffentlicher Verkehr, Ludwig Dünbier vom Amt für Verkehr und Tiefbau (AVT). Dünbier erklärte, dass die Umsetzung im Dezember 2018 im Rahmen der Einführung des neuen Buskonzepts erfolgen soll. Ab diesem Zeitpunkt soll der Postautokurs der Linie 126 über die Dorfstrasse via Hardeck und über die Wolfwilerstrasse verkehren.

AVT-Verkehrsplaner Daniel Schwarz bemerkte, dass Abklärungen für die Platzierung von zwei Haltestellen an der Wolfwilerstrasse im Gang seien. Die definitiven Standorte und der allfällige Bau von Haltebuchten würden aber erst festgelegt, wenn das Ausbauprojekt der Kreisschule Gäu vorliege, so Schwarz. Gesucht werde auch nach Lösungen, damit die Busse wenden oder wenn nötig bis zum Start des nächsten Kurses einen Halt einlegen könnten. Als möglicher Standort wurde seitens der Gemeinde der Vorplatz des Feuerwehrmagazins an der Bifangstrasse genannt. Denkbar seien auch andere Lösungen, so Schwarz.

Auflösung Haltestelle Umgangweg

Erörtert wurden ferner die Auswirkungen, welche die Umsetzung des Buskonzepts Olten Gösgen Gäu auf die Gemeinde Neuendorf haben wird. Neu wird die Linie 513 ab Hägendorf nur noch bis in die Lischmatte in Härkingen verkehren. Die Fortsetzung via Egerkingen, Neuendorf und Oberbuchsiten wird neu von der verdichteten Linie 507 (heute 511) sowie von der Linie 126 abgedeckt, wie Schwarz weiter ausführte. Als direkte Folge davon wird in Neuendorf die Haltestelle am Umgangweg bei der Kirche nicht mehr befahren.

Erwähnt wurden auch allfällige Versorgungslücken durch den öV auf dem Gemeindegebiet. Dünbier erklärte, dass die Babylonstrasse oder die Minigolfanlage für die Einrichtung einer neuen Bushaltestelle geprüft werde. Aus Sicht des Kantons könnte damit die Erschliessungssituation in der Gemeinde wesentlich verbessert werden. Die Realisierung würde allerdings erst im kommenden Jahr erfolgen, sofern die Gemeinde dies auch als sinnvoll erachte, so Dünbier.

Rat muss Stellung beziehen

Weitere Planungsschritte sollen erst unternommen werden, wenn die Detailabklärungen mit der Kreisschule Gäu abgeschlossen sind und die Gemeinde Neuendorf die nun vorgeschlagene Lösung akzeptiert. Gemeindepräsident Rolf Kissling versicherte, dass der Gemeinderat so bald als möglich Stellung beziehen und diese dem Kanton zukommen lassen werde.