Oensingen

Kanton empfiehlt Kooperation der ARA Falkenstein mit der ARA Gäu

ARA Falkenstein. (Archiv)

ARA Falkenstein. (Archiv)

Der Kanton plant aufgrund der neuen Gesetzgebung die Eliminierung von Mikroverunreinigungen in Abwasserreinigungsanlagen. Der Gemeinderat hiess das vorgesehene Ausbaukonzept und die Vorgehensweise gut.

Der Gemeinderat beschäftige sich kürzlich mit der ARA Falkenstein. Grund dafür war die von Kanton geplante neue Gesetzgebung für die Eliminierung von Mikroverunreinigungen in Abwasserreinigungsanlagen (ARA). Von den insgesamt 26 ARA im Kanton Solothurn erfüllen lediglich deren vier die Vorgaben der Gewässerschutzverordnung, weshalb Massnahmen zur Eliminierung von Mikroverunreinigungen getroffen werden müssen.

Davon betroffen sind neben der ARA Emmenspitz, der grössten im Kanton, auch Abwasserreinigungsanlagen im Einzugsgebiet der Dünnern. Nötig werden Massnamen insbesondere wegen des hohen Abwasseranteils in der Dünnern sowie wegen dem nachweisbaren Einfluss der Flusses auf das Grundwasser und damit verbunden auf die Trinkwasserqualität.

ARA Welschenrohr ist am Netz

Vonseiten des Kantons wurden für die ARA Welschenrohr, die ARA Falkenstein und die ARA Gäu Massnahmen anhand einer Planung im Einzugsgebiet festgelegt. Mit dem Anschluss der ARA Welschenrohr an die ARA Falkenstein konnte bereits einem Teil des hohen Handlungsbedarfs Rechnung getragen werden. Massnahmen müssen noch bei der ARA Falkenstein ergriffen werden.

Bei deren Umsetzung spielt die Koordination mit der ARA Gäu eine zentrale Rolle. Die zwei ARA sollten möglichst gemeinsam entscheiden, ob ein Zusammenschluss respektive ob gemeinsame Massnahmen zur Elimination der Mikroverunreinigungen ergriffen werden. Wird keine Einigung erzielt, soll nach dem Ausbau der ARA Falkenstein anhand einer Erfolgskontrolle entschieden werden, ob bei der ARA Gäu auf eine Ausbaustufe verzichtet werden kann.

Zwei Verfahren zur Auswahl

Die Verfahren mit Aktivkohle, bei welchen Mikroverunreinigungen adsorbiert und danach entsorgt werden, sind offenbar besser geeignet als oxidative Verfahren. Das Amt für Umwelt empfiehlt der ARA Falkenstein und der ARA Gäu aus Synergiegründen die Verwendung der gleichen Verfahrenskombination. Weil für die erwähnten Verfahren ein unterschiedlicher Platzbedarf besteht, muss dies frühzeitig in der Planung berücksichtigt werden.

Die Umsetzung der Massnahmen soll zeitlich gestaffelt erfolgen. Für die ARA Falkenstein und die ARA Gäu wurde ein Zeitfenster von 2020 bis 2027 gewählt. Bis 2027 soll auch die Ausbaustufe zur Elimination der Mikroverunreinigungen in der ARA Emmenspitz in Betrieb genommen werden können.

Der Gemeinderat sprach sich für das beschriebene Ausbaukonzept der Abwasserreinigungsanlagen im Kanton aus und hiess auch den Vorgehensvorschlag zur Umsetzung gut. (eva)

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