Am diesjährigen 48. Musikwettbewerb in Laupersdorf waren bei den Instrumentalisten 53 Vorträge zu hören und zu sehen und bei den Tambouren gar 132 Vorträge. Verfolgt wurde der diesjährige Musikwettbewerb auch von Regierungsrat Roland Heim, der das Ehrenpatronat des Wettbewerbes übernommen hat.

Jeweils die vier Bestklassierten jeder Alterskategorie bei den Instrumentalisten qualifizierten sich für den abendlichen Final. In den Vortragslokalen Pfarreisaal und Disponibel-Raum (beide im Gemeindezentrum) waren jeweils zwischen 20 und 60 Zuhörerinnen und Zuhörer anwesend, beim abendlichen Finale 40 bis 60.

Nur eine Regionale war dabei

Nicht weniger als 39 Klavier-Vorträge standen auf dem Programm, daneben waren die Instrumente Violine, Viola, Klarinette, Panflöte, Kontrabass, Akkordeon und Doppelpedalharfe zu hören. Beim abendlichen Finale waren es 7 Klavier- und je 1 Violine-, Panflöte-, Kontrabass-, Doppelpedalharfe und Akkordeon – Vorträge, sodass die Instrumenten-Palette für das Publikum doch noch abwechslungsreich war.

Es war ein hochstehendes Final-Konzert, die Leistung aller Finalisten grandios. Oftmals wurde auswendig gespielt. Es ist beeindruckend, was Kinder im Alter von 9 bis 11 Jahren schon leisten können. Bei den Jüngsten in der Kategorie 1 (bis 11 Jahre) siegte Edwin Berchtold (Suhr) mit 77 von 80 möglichen Punkten auf dem Akkordeon.

In dieser Kategorie spendete der Kiwanis Club Oensingen Bechburg alle Preisgelder für die drei Erstklassierten. In dieser Kategorie gab es auch die einzige regionale Teilnehmerin beim Instrumentalisten-Wettbewerb: Fabienne Gimmel aus Obergösgen landete auf dem 21. Platz mit ihrem Vortrag «To a Wild Rose» von Edward McDowell. Siegerin in der Kategorie 2 (12 bis 14 Jahre) wurde Vivien Heinzmann aus Visperterminen VS auf dem Klavier und dem Vortrag «Rhapsodie C-dur opus 11». Mit der höchsten Punktzahl des Tages, nämlich 79 Punkten, siegte Taras Berchtold aus Suhr AG auf der Panflöte in der Alterskategorie 3 (ab 15 Jahre) und gewann auch den begehrten Wanderpokal.

Überhaupt ist der Wettbewerb auf Sponsoren angewiesen, ansonsten würde es ihn schon lange nicht mehr geben. Dieses Jahr waren BSB+Partner, Ingenieure und Planer aus Biberist und Oensingen, sowie der Marketing- und Kommunikationsagentur business+design aus Laupersdorf die Hauptsponsoren, welche Jugendförderung aus Überzeugung betreiben. Auch der Lotteriefonds des Kantons Solothurn unterstützt den Wettbewerb mit einem namhaften Betrag.

«Es war mir eine Freude, an diesem intensiven und interessanten Tag, der uns viele berührende musikalische Momente geschenkt hat, Teil der Fachjury zu sein», erwähnte der Juror und Pianist Christian Thurneysen aus Basel. OK-Präsident Peter Dietschi dankte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die wunderbaren Vorträge sowie den Musiklehrern und den Eltern für die Unterstützung.

Die Trommelvirtuosen am Start

Einmal mehr war in Laupersdorf die Spitze der schweizerischen Trommelvirtuosen am Start. Es war eine Atmosphäre wie bei einem Tambourenfest. Die Mehrzweckhalle Kreuzacker war am Abend beim fürs Publikum attraktiven Gruppenwettspiel fast voll besetzt. Die Technik, die nicht enden wollenden Wirbel, die Leichtigkeit, Dynamik und Präzision waren grandios. 37 Gruppen nahmen am Gruppenwettspiel teil. Es siegte «Hömügro» mit Seth Müller, Pascal Grossmann und Stefan Hösli mit 39.20 von 40 möglichen Punkten und dem Vortrag «Funky Spirit» von Roman Lombriser.

Teils gaben sich die Gruppen beim Gruppenwettspiel illustre Namen wie «s’Ländler-Trio», «Star-Ensemble», «Wie e guete Rote», «La Familia», «Kleintierzuchtverein Südwest Burundi», «Die junge Wilde», «Sieger der Herzen», oder «d’Rhytmusbanause». Diesmal lieferten sich drei Tambouren an der Spitze der Kategorie 2 (ab 17 Jahren) im Einzelwettspiel eine enge Ausmarchung.

Es siegte Nicolas Gehrig aus Reinach BL mit 39.80 von 40 möglichen Punkten und dem Vortrag «Supernova» von Ivan Kym. Der fünffache Seriensieger in Laupersdorf, Stefan Freiermuth aus Frenkendorf BL musste diesmal mit Rang 2 vorliebnehmen. Er hatte einen winzigen Zehntelspunkt Rückstand. Mit 39.40 Punkten klassierte sich Grégoire Trincherini aus Conthey VS auf Rang drei. Bewertet werden bei den Tambouren von den Juroren die technische Ausführung, die Dynamik und die Rhythmik.

In der Kategorie 1 (bis 16 Jahre) siegte Noah Wyer aus Baltschieder VS mit 37.30 Punkten und dem Vortrag «Jetlag» von Ivan Kym. Die meisten Kompositionen, die getrommelt wurden, stammen aus der Feder von Ivan Kym oder Roman Lombriser.