Laupersdorf
Jugendliche möchten einen Raum selber gestalten

Wie kann die Jugend von Laupersdorf ihre Interessen gegenüber dem Gemeinderat vertreten? Eine Gruppe hat das Rezept dazu gefunden.

Rudolf Schnyder
Merken
Drucken
Teilen
Lorena Meister und Nils Brunner am Standort des geplanten Jugendraumprojekts.

Lorena Meister und Nils Brunner am Standort des geplanten Jugendraumprojekts.

Bruno Kissling

Diese Überlegung ging der Gründung der Interessengruppe «Jugend Laupersdorf» voran, erfolgt am 12. November 2014 durch mehrere Jugendliche; sie wurden dabei auch unterstützt und motiviert von ihren Eltern. Im Anschluss an das Gründungstreffen hat die Gruppe ein Gesuch an den Gemeinderat formuliert: Der Gemeinderat wird um Unterstützung gebeten bei der Suche nach einem Objekt als Treffpunkt und Gestaltungsraum sowie bei der Realisierung eines Jugendraumes.

Der Gemeinderat Laupersdorf zeigte sich erfreut über die Initiative und das Vorgehen der Jugendlichen und bildete eine Arbeitsgruppe mit Gemeindepräsident Edgar Kupper, Gemeinderätin Karin Büttler, Gemeinderat Matthias Goetschi (Präsident der Kommission für öffentliche Bauten und Anlagen-OeBAK), Evelin Gerber (OeBAK), Jonathan Murbach (Jugendarbeit Thal) sowie den Jugendlichen Lorena Meister und Nils Brunner.

Wo der Raum gefunden wurde

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe trafen sich am 17. Dezember 2014 erstmals zu einer Besprechung und dabei wurden auch mögliche und geeignete Räume für einen Jugendtreff im Gemeindezentrum und im Mehrzweckgebäude (Feuerwehr und Werkhof) besichtigt. Am 22. Dezember 2014 trafen sich insgesamt neun Jugendliche mit dem Gemeindeverwalter Stefan Schaad und zusammen wurden im Gemeindezentrum der bestehende Jugendraum (ist einfach ein mit Tischen und Stühlen bestückter, nicht eingerichteter Mehrzweckraum) und zwei Räume der Militärunterkunft im Untergeschoss genauer rekognosziert.

Nach gemeinsamer Besprechung ohne den Gemeindeverwalter erachteten die Jugendlichen zwei Räume im Untergeschoss des Gemeindezentrums (Militärunterkunft) als geeignet für einen Jugendraum. Der bestehende Jugendraum im Erdgeschoss des Gemeindezentrums wird als zu wenig attraktiv empfunden, weil es dort keine Möglichkeit gibt, den Raum selber einzurichten und zu gestalten und dieser Raum noch anderweitig benützt wird.

Unicef-Label verpflichtet

Nun wird die OeBAK über den Vorschlag der Jugendlichen befinden und mit den Jugendlichen eine Vereinbarung über die Benützung der Räume und die Regeln ausarbeiten. «Laupersdorf besitzt das Unicef-Label «Kinderfreundliche Gemeinde» und da ist es wichtig, dass man die Jugend in Entscheidungsprozesse mit einbezieht», erklärte der Gemeindepräsident Edgar Kupper. Noch in diesem Monat Januar ist eine weitere Zusammenkunft der Arbeitsgruppe «Jugend» vorgesehen.