Welschenrohr

Jugendarbeit Thal stellt Jugendtreff «i dr Box» auf

Die «Bubble Balls» brachten die Spieler zuweilen in Schieflage. (zvg)

Das dreiwöchige Pilotenprojekt «i dr Box» ging am Wochenende in Welschenrohr zu Ende. Auf dem Pausenplatz wurde einen Container aufgestellt, wo sich die Jugendlichen treffen konnten.

Während dreier Wochen gab es auf dem Schulhausplatz in Welschenrohr viel zu erleben: Die Jugendarbeit Thal stellte für das Projekt «i dr Box» einen mobilen Container auf den Schulhausplatz. Er diente über diese Periode hinweg als Anlaufstelle und informeller Treffpunkt für Jugendliche. Am vergangenen Samstag endete das Jugendtreff-Projekt mit einem Open Air-Kinoabend. Bei diesem wirkten die Jugendlichen selbst mit.

Der Versuch, die Thaler Jugend mit einem mobilen Treffpunkt zu erreichen, ist ein Novum. Die Jugendarbeit Thal ist im Auftrag des Vereins Region Thal für die Jugendarbeit in den neun Thaler Gemeinden zuständig. Einen fixen Jugendtreff führt sie in Balsthal. «Die Idee ist es, die Jugendlichen auch in anderen Gemeinden abzuholen», sagt Jugendarbeiterin Stephanie Sommer. «Wir werden dieses Projekt auswerten und schauen, wie wir weiterfahren.»

Bubble Balls zogen Jugendliche an

In Welschenrohr bot die Jugendarbeit Thal im Container verschiedene Spielmöglichkeiten, eine mobile Skateanlage und weitere Programmpunkte an. «Es kamen jeweils 20 bis 30 Jugendliche», erzählt Sommer. Das Angebot richtete sich primär an 13- bis 18-Jährige, weil aber der Container auf dem Schulhausplatz stand, seien auch jüngere Kinder gekommen, so die Projektleiterin. Aus dem ganzen Thal seien Jugendliche nach Welschenrohr gereist um am Projekt «i dr Box» teilzuhaben. Anlaufschwierigkeiten gab es bei diesem Projekt nicht: Dafür sorgten die «Bubble-Balls». Die begehbaren Bälle zogen die Jugendlichen an.

Jeweils am Mittwochnachmittag, Freitag- und Samstagabend waren die Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter vor Ort, gaben Auskunft zu jugendspezifischen Themen und standen für Gespräche bereit. «Während der drei Wochen konnten wir Jugendliche gewinnen, die mithalfen, den Abschlussanlass zu organisieren», sagt Sommer. Nach der Ideenfindung stimmten die Jugendlichen für ein Open-Air-Kino das sie selbst vorbereiteten.

«Kann der Container nicht einfach stehen bleiben?»

«Viele sagten: ‹kann der Container nicht einfach stehen bleiben?›», berichtet Sommer. Es sei ein Bedürfnis der Jugendlichen, einen Ort zu haben, an welchem sie ihren eigenen Raum gestalten können. Die grossen Distanzen im Thal seien besonders für die Jüngeren ein Hindernis, stellt Sommer fest. Mit dem Projekt in Welschenrohr soll es daher primär gelingen, die älteren Jugendlichen auf den Jugendtreff in Balsthal aufmerksam zu machen.

Verschiedene Gönner machten das Projekt in Welschenrohr möglich. Es wurde durch den Max-Müller-Fonds, den Dachverband Kinder- und Jugendförderung Kanton Solothurn, den Jugendfürsorgeverein Thal, Migros Kebab+ und der Gemeinde Welschenrohr getragen. Den Container und das Material konnte die Jugendarbeit vom in Wohlen stationierten Verein vjf beziehen. Im November führt die Jugendarbeit Thal ihr nächstes Projekt durch: Sie besucht jeweils am Samstag vier Gemeinden und lädt die Jugendlichen in die Sporthallen. Diese können dann bestimmen, welche Sportarten sie ausüben möchten.

Meistgesehen

Artboard 1