Der Gemeinderat befasste sich mit der unbefriedigenden Situation der Jugendarbeit Thal. Als Schwachpunkte wurden der vertragslose Zustand, die mangelenden Ressourcen und die fehlende Abstützung der Arbeitsgruppe Thaler Jugend (ATJ) durch die Gemeinden erwähnt.

Um diesen Problemen entgegenzuwirken hat die ATJ in Zusammenarbeit mit einer externen Projektleitung einen Vorschlag ausgearbeitet. Dieser hat die langfristige Weiterführung der Jugendarbeit mit tragbarem finanziellen Aufwand zum Ziel. Beim eingereichten Vorschlag handle es sich um eine Minimalstruktur, wie von den Verfassern erwähnt wurde.

Vorgestellt wurde ein dreistufiges Beitragsmodell für die Gemeinden. Zur Auswahl stehen die Vollmitgliedschaft, die Teilmitgliedschaft oder eine Solidaritätsmitgliedschaft. Die Modelle Vollmitgliedschaft und Teilmitgliedschaft sehen im Angebotsbereich die Durchführung fixer und und mobiler Projekte sowie die Beratung für Behörden und Jugendliche vor. Deren Umfang richtet sich nach der Art der Mitgliedschaft. Für die Vollmitgliedschaft ist ein Beitrag von 7 Franken pro Einwohner vorgesehen, für die Teilmitgliedschaft 5 Franken und für die Solidaritätsmitgliedschaft ein freier Beitrag.

Die Umsetzung des Projekts würde Kosten von 126 480 Franken verursachen (bisher 87 965 Franken) und die Anstellung einer weiteren in der Jugendarbeit tätigen Personen sowie eines Auszubildenden mit je einem 50-Prozent-Pensum beinhalten. Aktuell gibt es einen Jugendarbeiter im 50-Prozent Pensum. Geplant ist ferner ein regelmässiger Gedankenaustausch mit Monitoring zwischen den Gemeinden und der Jugendarbeit Thal.

Der Gemeinderat sprach sich im Grundsatz für das neue Konzept und den Leistungsauftrag aus. Für Welschenrohr erachtet er das Modell der Teilmitgliedschaft und damit einen Gemeindebeitrag von 7 Franken pro Einwohner als sinnvoll. Der Beschluss erfolgte aber unter dem Vorbehalt, dass die Beiträge aller Thaler Gemeinden (ausser Holderbank) in der neuen Leistungsvereinbarung auf 7 Franken pro Einwohner festgelegt werden. (eva)