Pünktlich mit dem letzten Glockenschlag eröffnete am Samstagbane in der Kirche Ramiswil um 20 Uhr das Alphorntrio Enzan aus Nuglar das Konzert. Diese Formation besteht aus Pia und Alois Blättler sowie Jutta Weber. Im Anschluss trat das Jodelduett Maya Christ und Albert Biedermann auf. Das von Ihnen gesungene Lied «I de Flüene» stammt aus der Feder des Komponisten Adolf Stähli.

Die Musik des nächsten Liedes «E Jutz, es Liedli für Härz und Gmüet» hat Jakob Ummel geschrieben und wurde von Walter Stadelmann speziell für das aus den Reihen des Jodelklubs Ramiswil hervorgegangene Quartett arrangiert. Das Lied «Im Gitzibode» des danach auftretenden Solojodlers Peter Bader stammt von demselben Komponisten. Begleitet wurde er an der Handorgel von Thomas Stich.

Ein gelungener Versuch

Erstmals gemeinsam vor Publikum traten danach Karin Meyer und Christine Lisser auf. Beim Lied, «Ds Bärgbächli», wurden sie von Walter Stadelmann mit der Handorgel unterstützt. Danach folgte ein weiterer musikalischer Leckerbissen. Das Familienquartett Stadelmann aus Bannwil, begeisterte das Publikum so sehr, dass sie mit anhaltendem Applaus zu einer Zugabe aufgefordert wurden. Dieser Aufforderung kam sie natürlich gerne nach.

Vielleicht hatte sich jemand gefragt, was eine Sängerin aus der klassischen Musik in einem Jodelkonzert zu suchen hat? Dabei handelte es sich um einen Versuch, Verbindungspunkte zwischen den beiden Musiksparten zu suchen. Zusammen mit Shaoying Shi am Klavier und Jürg Lanfranconi an der Klarinette zeigte Corinne Saner (Alt/Mezzi) dass es eine solche Verbindung gibt.

Die etwas gewagte Kombination von Jodelgesang und klassischer Musik kam beim Publikum recht gut an und darf als Farbtupfer ganz besonderer Art bezeichnet werden. Auf das Lied «Lascia ch’io pianga» von Georg Friedrich Hendel folgten zwei weitere von Louis Spohr mit den Titeln «Zwiegesang» und «Das heimliche Lied». Auch diese drei Musiker kamen nicht um eine Zugabe herum.

Danach führte das Alphorntrio Enzian die Besucher wieder sanft zum Jodelgesang zurück. Tochter und Vater, Sandra und Peter Bader, setzten das Konzert mit einem weiteren Lied von Adolf Stühli mit dem Titel «Chlyni Wunder» fort. Das darauf folgende Quartett Ein-Klang aus dem Baselbiet mit Elisabeth und André Willi, Monika Diethelm und Ruedi Schaub, begeisterte vor allem mit ihrem Zugabestück «Dr Siloballe-Blues». Sandra Bader wusste auch als Solojodlerin zu überzeugen.

Gesamtchor zum Abschluss

Zum Abschluss stellte sich das Jodlerchörli «Stärne 5!» auf. Diese Formation, bestehend aus vier Sängern und einer Jodlerin, gibt es erst seit einem halben Jahr. Sie nahmen die Gelegenheit wahr, sich einem breiteren Publikum vorzustellen. Spontan stellten sich danach alle Jodlerinnen und Jodler zu einem Gesamtchor auf und sangen das Lied «Daheim». Mit den Klängen des Alphorntrios Enzian wurde das Konzert abgeschlossen.

Moderator Roger Meyer führte gekonnt durch den musikalischen Abend. Aufgrund des guten Anklangs beim Publikum ist vorgesehen, diesem Konzert in zwei Jahren eine dritte Auflage folgen zu lassen. Der Reingewinn wird auch dieses Jahr an eine gemeinnützige Organisation gespendet. Weil alle Auftretenden auf ihre Gage verzichtet haben, fällt dieser entsprechend höher aus. (mgt)