Mümliswil-Ramiswil

Jetzt kann der Fussballplatz endlich saniert werden

Der Fussballplatz Brühl in Mümliswil

Der Fussballplatz Brühl in Mümliswil

Für einmal war die Budgetgemeinde im Guldental wieder sehr gut besucht. 73 stimmberechtigte Personen waren anwesend, als Gemeindepräsident Kurt Bloch die Versammlung eröffnete.

Grund für den Aufmarsch waren aber nicht die positiv veranschlagten Gemeindefinanzen. Es ging am Montagabend viel mehr um die Sanierung des Fussballplatzes Brühl. Entsprechend waren viele aktive Fussballer anwesend – und um Flagge zu zeigen, trugen die meisten ihre Vereinsjacke.

Einhellige Zustimmung

Das Beitrittsgesuch der Gemeinde Welschenrohr zum Zweckverband ARA Falkenstein (ZAF) bildete den Auftakt. «Damit die Gemeinde Welschenrohr mit den Bauarbeiten für die Anschlussleitung bis Herbetswil beginnen kann, bedingt es vorgängig der Zustimmung sämtlicher Verbandsgemeinden», erläuterte Bloch kurz.

Denn dem ZAF würden keine Kosten durch den Anschluss entstehen, andererseits helfe Welschenrohr in Zukunft mit, Unterhalt und Investitionen mitzufinanzieren. Dem Antrag wurde einstimmig stattgegeben.

Der Fussballplatz Brühl ist schon lange ein Sorgenkind. Nicht nur für den Fussballclub, sondern auch für die Einwohnergemeinde. Schon bei geringsten Niederschlägen fliesst das Wasser nicht mehr ab und in der Vergangenheit musste die Gemeinde den Platz oftmals sperren.

Gar nicht zur Freude der Spieler und des Fussballverbandes. Der Platz wurde nach dem Bau der Schul- und Sportanlage Brühl im Jahre 1979 in Betrieb genommen. Eigentümerin ist bis heute die Einwohnergemeinde.

Ein Vertrag aus dem Jahr 1991 regelt auch, wer für welche Kosten aufzukommen hat. Nebst Rasenschneiden und Düngung ist die Gemeinde deshalb auch für Material und Reparaturen des Entwässerungssystems zuständig.

Für ein Rasenspielfeld geht man in der Regel von einer «Lebensdauer» von 20 bis 25 Jahren aus. «Mit 36 Jahren ist diese Zeit mehr als überschritten», meinte Bloch.

Fussballpräsident Peter Nussbaumer machte in seinem Plädoyer auf die Wichtigkeit der Sanierung aufmerksam. «Mit Ihrer Zustimmung setzen Sie ein Zeichen für den Fussballsport und unsere Jugend», meinte Nussbaumer abschliessend.

In der nachfolgenden Diskussion wollte ein Votant wissen, ob die veranschlagten 260 000 Franken auch realistisch seien. «Die Zahlen beruhen auf einem detaillierten Angebot», führte Bloch aus. Natürlich würden nach der Zustimmung noch weitere Offerten eingeholt.

FC und Sportfonds leisten Beiträge

Weiter gab Bloch bekannt, dass sich der Fussballklub mit 30 000 Franken und der Sportfonds mit weiteren 45 000 Franken an der Sanierung des Platzes beteiligen.

Zudem konnte man in diesem Jahr und auch 2016 auf das Einsanden des Platzes verzichten, was nochmals Einsparungen von rund 20 000 Franken ergebe. Die Gemeindeversammlung stimmte schliesslich der Sanierung einstimmig zu.

Auf dem Weg der Genesung

Die Gemeinde führt in ihrer Rechnung seit Jahren mehrere Fonds und Legate. Bei einigen dieser Zuwendungen ist der eigentliche Zweck nicht mehr bekannt oder nicht mehr zeitgemäss.

Nach Absprache mit dem Amt für Gemeinden kann die Einwohnergemeinde drei dieser Fonds auflösen. Die insgesamt 12 670 Franken sind für den Bau und Unterhalt von öffentlichen Kinderspielplätzen vorgesehen. Auch diese Vorlage fand einhellige Zustimmung.

«In den letzten Jahren mussten wir der Gemeindeversammlung jeweils ein negatives Budget präsentieren», fuhr Bloch weiter. Umso erfreulicher sei es für ihn und den Gemeinderat, dieses Jahr einen geplanten Ertragsüberschuss von 487 374 präsentieren zu können.

Sorge bereite immer noch die Soziale Sicherheit. Anhand einer Tabelle zeigte Bloch auf, dass die Gemeinde in Sachen Sozialhilfe mehr als solidarisch sei. Habe man doch in den letzten sechs Jahren durchschnittlich rund 575 000 Franken mehr bezahlt als verursacht.

Und so relativiere sich der vermeintlich hohe Finanzausgleich schnell einmal, werde doch ein grosser Teil gleich wieder zurückbezahlt. Der ab Januar 2016 gültige Neue Finanzausgleich bringe zwar endlich eine gewisse Entlastung, dennoch bestehe kein Grund, übermütig zu werden oder gar die Steuern zu senken.

Oberstes Gebot sei, den Bilanzfehlbetrag abzubauen und eine solide Eigenkapitaldecke zu bilden.

Die Gemeindeversammlung genehmigte schliesslich einstimmig das Budget 2016 mit einem Überschuss in der Erfolgsrechnung von 487 000 Franken und Nettoinvestitionen von 464 000 Franken.

Ebenso einstimmig wurde der Steuersatz von 133 Prozent für natürliche Personen und 110 Prozent juristische Personen genehmigt.

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