Mehrzweckhalle Wolfwil
Jahreskonzert Konkordia: Musikalische Licht- und Schattenspiele

Licht und Schatten in all seinen Facetten musikalisch darzustellen, hatte sich der Musikverein Konkordia Wolfwil für sein Jahreskonzert vorgenommen.

Wally Bur
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Die Musikgesellschaft Konkordia Wolfwil unter der Leitung von Johanna Begert.

Die Musikgesellschaft Konkordia Wolfwil unter der Leitung von Johanna Begert.

Hansruedi Aeschbacher

So verschieden sich Licht und Schatten im Leben zeigen, so unterschiedlich präsentierte sich das anspruchsvolle Konzertprogramm. Zur Aufführung kamen moderne Stücke aktueller, teilweise auch sehr junger Komponisten. Dazu passend die Moderation von Georg Lindemann, der wie gewohnt sehr kompetent und äusserst unterhaltsam durchs Programm führte.

Auftakt mit Jugendmusik Aaregäu

Dieser Vielseitigkeit standen die durch die Jugendmusik Aaregäu unter der bewährten Leitung ihres Dirigenten Roland von Arb präsentierten Stücke ebenfalls Pate. So wurde zu Beginn des Konzertabends der gelungene Auftritt der Nachwuchsband vom Publikum begeistert aufgenommen. Die Zuhörerschaft war jetzt warm für das Hauptprogramm.

Den ersten Konzertteil widmeten Dirigentin Johanna Begert und die Konkordia dem Thema Licht. Mit dem frischen und energiereichen Eröffnungswerk «Spirals of light» aus der Feder des japanischen Komponisten Naoya Wada wurde das Konzert so richtig lanciert. Brillante Themen, die von virtuosen Läufen und energischen Gegenmelodien unterstützt werden, liessen jedes Register zum Zug kommen.

Einen Kontrast dazu bildete «Ante lucem», ein meditatives Werk von Thomas Doss. Ein Stück, bei dem man sich beim Zuhören in den Moment der Nacht, kurz bevor die Sonne aufgeht, versetzen konnte. Auch beim brillanten «Banquet of light» des Japaners Takamasa Sakai beschäftigte sich das Orchester mit Licht, natürlichem und von Menschen gemachtem. Mit dem italienischen «Lux vivida» zog das Orchester nochmals alle Register. Verschiedene Themen und wechselnde rhythmische Charaktere steigerten sich zum Ende des Stückes zu einem wahren Feuerwerk und gaben so lebendigem Licht den richtigen musikalischen Ausdruck.

In die Filmwelt eingetaucht

Nach der Pause leitete der Marsch «Sol y sombra», ein Werk mit feurigem Temperament im Stile spanischer Stierkampftradition, das Publikum von der Sonne in den Schatten. Die folgenden drei Stücke stammten allesamt aus der Feder erfolgreicher Filmmusikkomponisten und sind Kinofans bestens bekannt. Den Auftakt machte die «Twilight Ouverture», die Titelmusik aus dem letzten Teil des Blockbusters «Twilight Saga». «Star Trek Into Darkness» ist der Titel des zwölften Kinofilms, der auf der Science-Fiction-Serie Raumschiff Enterprise basiert. Im gleichnamigen Stück wurden Teile aus der berühmten Filmmusik in unverkennbarer Weise verarbeitet und von der «Konkordia» hervorragend interpretiert. Captain Kirk und Mister Spock liessen grüssen.
Wenn schon, denn schon mochten sich Dirigentin Johanna Begert und ihr Orchester bei der Zusammenstellung des Konzertprogramms gedacht haben. Jetzt musste Batman her. Wortwörtlich, denn tatsächlich erschien der dunkle Ritter im Saal, um den Titelsong seines letzten Films der Batman-Trilogie «The Dark Knight Rises» gleich selber zu präsentieren. Ein starkes Stück mit viel Schlagzeug. Gerade richtig, um die langen Schatten zu vertreiben und anschliessend mit Genesis-Frontmann Phil Collins ins Licht zu tanzen. «Dance into the light» und Dan Hartmans Discohit «Relight my fire» beendeten das sehr interessante und hochstehende Konzert.

Den Wunsch nach Zugaben erfüllte die «Konkordia» gerne und setzte mit der «Moonlight Serenade» einen wunderbaren Schlusspunkt. Auch für die aktive musikalische Karriere von Klarinettist Urs Kölliker, der sich nach 53-jähriger Aktivzeit entschlossen hat, sein Instrument an den Nagel zu hängen und seinem Verein künftig als Fähnrich zu dienen.