Holderbank
Jahr 2017: Rekord an Hilfeanfragen und Gesuchen

Im Anschluss an die 129. Generalversammlung des Jugendfürsorgevereins Thal erzählte der «höchste» Solothurner, Kantonsratspräsident Urs Ackermann, wie die Parlamentsarbeit in Solothurn abläuft.

Peter Wetzel
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Kantonsratspräsident Urs Ackermann (v.l.), die Geehrten Margot Latscha und Doris Meyer sowie Präsident des Jugendfürsorgevereins Thal, Stephan Berger.

Kantonsratspräsident Urs Ackermann (v.l.), die Geehrten Margot Latscha und Doris Meyer sowie Präsident des Jugendfürsorgevereins Thal, Stephan Berger.

Peter Wetzel

In früheren Zeiten ging es darum, Kindern aus armen Familien eine gute Schulbildung oder Erziehung zu sichern. Dies hielt der Präsident des Jugendfürsorgevereins Thal, Stephan Berger, in seinem Jahresbericht 2017 fest. Der heutige Zweck beschränke sich auf die Ausrichtung von Finanzbeträgen. Berger konnte an der Generalversammlung des Vereins bekannt geben, dass im Jahr 2017 ein Rekord an Hilfeanfragen und Gesuchen eingegangen seien, welche zum grössten Teil bewilligt werden konnten.

Die Unterstützungen beliefen sich auf 7042 Franken. So wurden zum Beispiel in 14 Fällen Lagerbeiträge übernommen, einem Lehrling das Schulgeld bezahlt, Spielgruppenkosten finanziert, der Kita Falkenburg den Grill für den Brätliplatz finanziert oder dem Projekt «Café Wortschatz» eine finanzielle Starthilfe gewährt.

Personelle Änderungen

Aus diesen Gründen musste die Rechnungsführerin Margot Latscha in der Jahresrechnung 2017 eine Vermögensverminderung von rund 7000 Franken vermelden. Der Verein stehe aber finanziell immer noch auf einer soliden Basis.

Berger musste zwei Vorstandsmitglieder verabschieden. Demissioniert haben Verwalterin Margot Latscha und Vorstandsmitglied Doris Meyer. Für die restliche Dauer der Amtsperiode wurden Theres Brunner und Laura Witschi in den Vorstand gewählt. Kathrin Vogt ersetzt zudem Maria Heizmann als Revisorin. Heizmann hat ebenfalls demissioniert.

Zuerst Hut in den Ring werfen

Im zweiten Teil der Generalversammlung gab der amtierende Kantonsratspräsident Urs Ackermann einen Einblick in seine Arbeit. Er erläuterte unter anderem die Frage, wie man denn überhaupt Kantonsratspräsident werde. «Zuerst muss man natürlich seinen Hut in den Ring werfen», erzählt Ackermann. «Somit bekennt man auch sein Interesse an einer Wahl.» Nach der erfolgreichen Wahl durch die Fraktionsmitglieder sei man zuerst ein Jahr lang zweiter Vizepräsident, dann ein Jahr lang erster Vizepräsident und erst im dritten Jahr amtiere man dann als Präsident des Kantonsrates.

Ackermann referierte weiter über all die Aufgabenbereiche, die so ein Präsident innehält. Dabei liess er durchblicken, dass man als Sitzungsleiter auch ein guter Diplomat sein muss, wenn es zum Beispiel um Worterteilung, um Überwachung der Rededauer, um Ermahnung oder gar um Wortentzug gehe. Er verschwieg auch nicht, dass man im Präsidialjahr sehr viel an verschiedensten Anlässen teilnehmen muss oder darf. Doch das wisse man im Voraus. «Ich habe sehr viel Freude an meiner Arbeit im Rat und an den zahlreichen Kontakten.»

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