Kestenholz
Irrwisch mit «Stone and a Rose» im Oltner Stadttheater

Irrwisch geht mit «Stone and a Rose» und klassischem Orchester im Herbst auf Kurz-Tournee und gastiert auch im Oltner Stadttheater: «Es ist wichtig, dass auch leisere Instrumente auf der Bühne gut tönen.»

Rahel Bühler
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Irrwisch: von links Andi Hürzeler, Chris Bürgi, Sabine Hasler, Adrian Wirz und Steff Bürgi.

Irrwisch: von links Andi Hürzeler, Chris Bürgi, Sabine Hasler, Adrian Wirz und Steff Bürgi.

HR. Aeschbacher

Es waren einmal zwei Teenager, die hatten einen Traum: Sie wollten als Rockband mit einem klassischen Orchester Musik zu machen. Einige Jahrzehnte später ist es soweit: Die Teenager sind inzwischen «ein paar Monate älter», feiern ihr 40-jähriges Jubiläum mit ihrer Band Irrwisch und verwirklichen nun ihren Traum: Nachdem im Dezember 2015 ihre Doppel-CD «Stone and a Rose» erschienen ist, steht eine Handvoll Konzertaufführungen mit Orchester auf dem Programm.

Die Projektorganisation dauerte etwa zwei Jahre. Das Ganze geht aber weiter zurück: «Die ersten Aufzeichnungen für ‹Stone and a Rose› datieren aus dem Jahr 2003», erzählt Steff Bürgi, Sänger und Pianist von Irrwisch. Damals sei noch angedacht gewesen, das Projekt anlässlich des 30-Jahr-Bandjubiläums zu realisieren. Doch die Idee geriet in den Hintergrund. Im Jahr 2008 beschlossen Irrwish jedoch, die Entwürfe von früher weiterentwickeln zu wollen.

Inspiriert wurden sie von den Beatles oder von Deep Purple, die 1969 ein Konzert mit einem Orchester aufführten. Projekt, CD und notabene auch das Orchester heissen «Stone and a Rose». Auf dem Album steht eine CD für den Stein, die andere für die Rose. «Diese beiden Objekte stehen für die Polarität. Während der Stein die Ewigkeit symbolisiert, versinnbildlicht die Rose die Vergänglichkeit», erklärt Gitarrist Christ Bürgi die durchaus philosophisch angehauchten Gründe, die dahinter stecken.

Etwas simpler ausgedrückt geht es bei «Stone and a Rose» um die Höhen und Tiefen des Lebens. Die Texte verraten: Liebe ist ein zentrales Thema. Steff Bürgi: «Und zwar nicht nur Liebe zwischen zwei Menschen, sondern universelle Liebe zur Natur, zu jedem Geschöpf auf diesem Planeten.»

Das Orchester, das Irrwisch auf ihrer Kurz-Tournee begleiten wird, stammt aus Basel und umfasst 25 professionelle Musiker und Musikerinnen. Zusammen mit der lettischen Dirigentin Maija Breiksa und den sechs Bandmitgliedern von Irrwisch werden an den Konzerten mehr als 30 Personen auf der Bühne stehen. Dies birgt auch gewisse Herausforderungen: «Am meisten Mühe werden wir wahrscheinlich mit der Akustik haben», meint Chris Bürgi und ergänzt: «Es ist wichtig, dass auch leisere Instrumente auf der Bühne gut tönen und gegen aussen ein stimmiges Klangbild erzeugt wird.»

Um dies zu üben, bleibt noch etwas Zeit, zumal die Konzerte erst im Herbst losgehen. Allerdings auch nicht so lange, wie man vielleicht vermuten könnte: Gesamtproben von Irrwisch und dem Orchester sind nur zwei geplant: «Dann muss es einfach funktionieren», sagt Steff Bürgi und lacht. Damit dies dann auch so ist, geben Irrwisch in ihrem Proberaum in Kestenholz Gas. Es sind rockige Stücke mit klassischen Elementen.

Manchmal beginnen sie ruhig und drehen dann auf, manchmal ist der Anfang laut und das Stück wird nach und nach ruhiger. Mal steht die Band im Vordergrund, mal das Orchester. «Die Musik von ‹Stone and a Rose› ist konzipiert für die Verbindung mit einem klassischen Orchester», weiss Chris Bürgi und betont, dass sie diese Musik extra für ihre Band und ein Orchester komponiert hätten: «Es war von Anfang an klar, dass wir einmal mit einem Orchester auf der Bühne spielen wollten.»

2015 feierte die Band mit Steff Bürgi (Gesang und Keyboard), Chris Bürgi (Gitarre), Josef Kissling (Schlagzeug), Sabine Hasler (Gesang), Andi Hürzeler (Saxophon) und Adrian Wirz (Bass) ihr 40-Jahr-Jubiläum. Dass nun ihr lang gehegter Traum zur Aufführung kommt ist kein Zufall: «Das war so angedacht», so Steff Bürgi. «Wir haben dies als Abschluss der Feierlichkeiten geplant.»

Irrwisch & Orchestra: «Stone and a Rose»: Samstag, 17. 9., Stadttheater Olten. Reservationen ab Juni, Vorverkauf ab 1. 9.; Freitag, 21. 10. und Samstag, 22. 10., Konzertsaal Solothurn. Vorverkauf ab 10.6. unter www.ticketcorner.ch.

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