Mümliswil-Ramiswil

iPads für Primarschüler: Krise gibt der digitalen Schule richtig Schub

Die Offerte sieht den Kauf von 91 iPads zu einem Stückpreis von 354 Franken vor.

Die Offerte sieht den Kauf von 91 iPads zu einem Stückpreis von 354 Franken vor.

Die Schulen Mümliswil-Ramiswil schaffen aufgrund der Coronakrise sofort iPads für Dritt- bis Fünftklässler an.

Der Gemeinderat Mümliswil-Ramiswil hat zu Beginn des laufenden Schuljahres das «One-to-one-Computing» für die Primarschule in seine Agenda aufgenommen und zur Umsetzung für das Schuljahr 2021/22 geplant. Die Coronakrise stellt nun insbesondere die Schulen und damit die Schulleitung und die Lehrerschaft vor neue, aber auch interessante Herausforderungen, eröffnete Gemeindepräsident Kurt Bloch die vergangene Sitzung des Gemeinderates.

Dadurch, dass die Schulleitung für diese Zeit ein Konzept für den Fernunterricht realisieren musste, wurde auch das «One-to-one-Computing» weiter vorangetrieben. «Diese Krise muss auch als Chance genutzt werden», sagten auch der Schulleiter Christian Kuhle und der Lehrer Andreas Berger, welche dem Gemeinderat das Konzept zur raschen Umsetzung des Projektes vorstellten. «Wir wollen das Vorhaben, wie vom Gemeinderat beschlossen, umsetzen, allerdings um ein Jahr vorverschieben», sagte Bloch weiter. «Gerade in der aktuellen Situation macht die Umsetzung Sinn. Das Verständnis bei den Schülern und den Eltern ist vorhanden und die Lehrerschaft ist motiviert.»

Dem Gemeinderat wurde dann die Offerte der Firma Netree aus Däniken näher erläutert. Mit dieser Firma habe die Gemeinde bereits heute gut zusammengearbeitet, wurde gesagt. Die Offerte sieht den Kauf von 91 iPads zu einem Stückpreis von 354 Franken vor. Dazu kämen weiteres Zubehör, ein MacBook Air 13 zur Verwaltung der iPads und vier Apple TV als elektronische Wandtafeln. Dazu sind Lizenzen sowie Schulungen für Andreas Berger notwendig. Insgesamt belaufen sich die Ausgaben auf knapp 49'000 Franken.

«Wenn die iPads jetzt angeschafft werden, könnten wir nach der Zeit des Coronavirus ohne Unterbruch mit den neu aufgebauten Plattformen weiterarbeiten», so die Schulfachmänner. Kuhle informierte im Detail, dass die Umsetzung der digitalen Schule verbindlicher sei, wenn die Geräte von der Schule selbst zur Verfügung gestellt würden. Im Weiteren wurde gesagt, dass die Eltern bei der Übergabe der Geräte an ihre Kinder eine Nutzungsvereinbarung unterschreiben müssten. Sie haften für das Gerät. Es sei aber nicht geplant, dass die Schüler das iPad nach der Coronazeit mit nach Hause nehmen sollen. Im Rat wurde diskutiert, ob bei der Nutzung der Geräte bestimmte Zeitfenster im Unterricht vorgesehen seien und ob bestimmte Seiten auch gesperrt sein werden. Beide Fragen bejahten die Schulverantwortlichen. Der Schulleiter präzisierte zudem, dass die Dritt- bis Fünftklässler mit einem Gerät ausgerüstet würden.

Abschliessend zeigte sich der Gemeinderat beeindruckt von der Vorarbeit von Kuhle und Berger und bedankte sich dafür. Er beschloss einstimmig: Die Schule Mümliswil-Ramiswil wird mit der für das «One-to-one-Computing» benötigten Hard- und Software ausgestattet. Der dafür notwendige Kredit wird in der Höhe von 53'000 Franken bewilligt; die Firma Netree wird sofort mit der Lieferung zum vereinbarten Preis von knapp 49'000 Franken beauftragt.

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