Gemeindepräsident Daniel Lederer konnte 65 Stimmberechtigte zur Budgetversammlung der Einwohnergemeinde Oberbuchsiten begrüssen. Am meisten Raum nahm das Investitionsprogramm für 2016 in Anspruch. Dessen Hauptbrocken bildet der geplante Neubau der Halmackerstrasse, der das Budget mit Bruttokosten von 3,7 Mio. Franken belastet (netto ungefähr 850 000 Franken).

Behörden und Planer erhoffen sich von der neuen Verkehrsachse eine markante Entlastung der Südquartiere zwischen Bahnhof und Hauptstrasse.

Gleichzeitig wird die neue Strasse das Industriegebiet Halmacker erschliessen. Die nötigen Kreditbegehren wurden nach einigen Fragen bei vier Gegenstimmen grossmehrheitlich gut geheissen. Unbestritten waren dagegen die Sanierung der Wasserleitung Zehntenweg für 80 000 Franken sowie die Verlegung und Kalibererweiterung der Kanalisation Friedhofweg für 240 000 Franken.

Budget sieht Überschuss vor

Der eigentliche Voranschlag 2016 wurde diskussionslos und zügig abgehandelt. Finanzverwalter Robert Nützi ging zuerst auf das neue Verwaltungsrechnungsmodell HRM2 ein und erörterte dann wie gewohnt die grösseren Abweichungen zum Vorjahresbudget. Die budgetierte Erfolgsrechnung 2016 sieht bei Aufwendungen von total 9,354 Mio. Franken einen Ertragsüberschuss von 140 230 Franken vor.

Erhebliche Veränderungen resultierten durch die neu geltenden Schülerpauschalen, welche die subventionierten Besoldungskosten der Lehrkräfte ersetzen. Im Sozialbereich wird mit einer weiteren Kostenzunahme im Umfang von 130 000 Franken gerechnet. Demgegenüber dürfen dank der weiter angestiegenen Einwohnerzahl mehr Steuereinnahmen erwartet werden. Den Steuerfuss sowohl für natürliche als auch juristische Personen beliess der Souverän unverändert bei 115 Prozent.

Die Investitionsrechnung 2016 weist bei budgetierten Ausgaben von 1,030 Mio. Franken Nettoinvestitionen in Höhe von 800 000 Franken auf. Darin sind die erwähnten Halmacker-Kredite nicht enthalten, weil bei einer Verzögerung des Baubeginns mit überhöhten Nettoinvestitionen gerechnet würde. Bei Baubeginn im kommenden Sommer unterbreitet der Gemeinderat die entsprechenden Nachtragskredite dem Souverän an der Rechnungsgemeinde.

Strompreise werden gesenkt

Im Weiteren nahm die Versammlung Kenntnis vom Budget der autonom agierenden Elektrizitätsversorgung Oberbuchsiten (EVO). Deren Voranschlag weist einen Reingewinn von rund 116 000 Franken aus. Ausserdem plant die EVO, Nettoinvestitionen in Höhe von 725 000 Franken zu tätigen. Den grössten Posten nimmt dabei die Erschliessung des Rainackergebietes in Anspruch. Die Buchster Stromkonsumenten dürfen sich 2016 ausserdem auf gut 11 Prozent tiefere Energiekosten freuen.

Zum Schluss ging der Gemeindepräsident kurz auf die Postschliessung per 15. April 2016 ein, respektive deren Verlagerung in die Volg-Filiale. Ebenfalls erwähnte er, dass die Liegenschaft Wilweid im nächsten Jahr definitiv abgerissen wird. Das Projekt Schulraumplanung kam nur kurz zur Sprache. Dessen Planungsarbeiten laufen weiter und der Gemeinderat wird zu gegebenem Zeitpunkt eingehend informieren. Dies wird sicher auch über die neue Website www.oberbuchsiten.ch geschehen, die ab 18. Dezember 2015 aufgeschaltet ist.