Nach dem Brand auf dem Horn-Hof in Hauenstein-Ifenthal (wir berichteten mehrfach) geht die Hilfe für die Pächterfamilie Strub weiter; die Familie darf weiterhin uneingeschränkt von der Solidarität aus der Bevölkerung und vonseiten der Behörden profitieren, wie Paul Strub glücklich zu Protokoll gibt.

Und am Donnerstag fanden auch die Gespräche mit Vertretern der Armasuisse statt bezüglich der Zukunft des Hofes; er gehört ja bekanntlich dem Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).

Arbeitsmappe angefertigt

«Die Gespräche verliefen durchwegs positiv», zeigt sich der Pächter zufrieden. Primär sei es darum gegangen, Abklärungen betreffend die Zukunft des Hofes zu treffen. Die Vertreter der Armasuisse haben eine sogenannte «rote Mappe», eine Arbeitsmappe, angefertigt. Sie beinhaltet eine Prioritätenliste. Zunächst müssen die Gelder zur Eliminierung des Schadenplatzes bewilligt werden.

«Das dürfte drei bis vier Tage in Anspruch nehmen. Wir dürfen davon ausgehen, dass die Trümmer im Verlaufe der nächsten zwei Wochen weggeräumt werden. Ich habe keinen Zweifel, dass es schnell geht. Das ist auch nötig, weil die Brandschutzmauer einsturzgefährdet ist», so Strub.

Ebenfalls diskutiert wurde die Finanzierung der Provisorien. Diese dürften wohl im Verlaufe des Herbstes erstellt werden und voraussichtlich über die nächsten beiden Winter ihren Dienst versehen. «In diesem Zusammenhang müssen wir uns noch Gedanken machen, wie viele Tiere wir in dieser Zeit hier oben unterbringen können», erzählt Paul Strub. Ziel sei, dass bis in zwei Jahren wieder etwas Definitives aufgebaut wird. «Jedoch müssen auch noch Abklärungen zusammen mit dem Bauernverband getroffen werden, ob der Horn-Hof langfristig überhaupt noch eine Existenzgrundlage gewährleisten kann.»

«Sehr unkompliziert»

Wenn die Gespräche zwischen dem Bauernverband und Armasuisse positiv verlaufen, wird auch eine Planung erstellt, und die entsprechenden Gelder für den Wiederaufbau müssen ebenfalls beantragt und bewilligt werden. Paul Strub jedenfalls ist glücklich: «Ich bin absolut zufrieden, wie die Gespräche am Donnerstag verlaufen sind. Die Vertreter von Armasuisse haben sich als sehr unkompliziert präsentiert, und uns wurde rasche Hilfe zugesichert. Ich bin sehr positiv überrascht», bemerkt Strub.