Der Welschenrohrer Gemeinderat stimmt jetzt doch einem Kindergartenhund zu. Damit kam das Gremium zurück auf einen Entscheid von Mitte April, bei dem damals der Antrag mit drei Ja, drei Nein und Stichentscheid Nein abgelehnt wurde. Der zuständige Ressortleiter Bildung, Beat Donauer meinte zum Rückkommen: «Dieser Hund wäre eine gute Sache. Wir haben uns nochmals eingehend von Kindergärtnerin Patrica Spiegel darüber orientieren lassen, wie der Unterricht mit dem Hund funktionieren wird.» Natürlich würde im Unterricht der Fokus auf den Kindern liegen und nicht auf dem Hund, wurde gesagt. Genau hier setzte auch die Kritik ein.

Man habe gar nichts gegen Hunde, aber: «Die Kindergärtnerin soll sich auf die Kinder konzentrieren», meinten Beat Allemann und Thomas Mägli. Dennoch meinte eine Mehrheit im Rat, man solle dem Ansinnen eine Chance geben und mit sieben Ja zu fünf Nein wurde beschlossen, dass der Kindergartenhund für die Welschenrohrer Kindergärteler Tatsache wird. Die Kindergärtnerin ist die Besitzerin des Nova Scottish Retriever. Ein Hund der kleinsten Retriever-Rasse; eine sehr intelligente, aufmerksame und spielfreudige Art.

Nicht so viel Finanzausgleich

Längere Zeit nahm die Diskussion und Verabschiedung des Budgets 2019 zuhanden der kommenden Budget-Gemeindeversammlung am 10. Dezember in Anspruch. Fiko-Präsident Beat Allemann führte aus, dass man im Moment in der Gemeinde «nicht schlecht» dastehe. «Unser Selbstfinanzierungsgrad liegt bei 84 Prozent. Zwar sei der Finanzausgleich für Welschenrohr nicht so hoch ausgefallen, wie eigentlich erwartet, doch ist er zumindest um 20 Prozent höher als im vergangenen Jahr. «Es gibt mit der neuen Ausgleichs-Berechnung des Kantons mehr Nehmer- und weniger Geber-Gemeinden», analysierte Allemann. Nach dem Durchgehen durch die Budgetposten verabschiedete der Gemeinderat ein kleiner Ertragsüberschuss von knapp 8000 Franken.

«Eine schwarze Null», kommentierte der Gemeindepräsident Stefan Schneider. Beibehalten soll der Steuerfuss von 124 Prozent für natürliche Personen (Allemann: «Damit sind wir die Günstigsten im Thal»); für juristische Personen 115 Prozent. Nettoinvestitionen sind für rund 445 000 Franken vorgesehen. In diesen mit einberechnet ist der Solidarbeitrag zur Verkehrsanbindung Thal mit rund 24 000 Franken pro Jahr. Die Spezialfinanzierungen schliessen voraussichtlich 2019 ebenfalls positiv ab. Die Pro-Kopf-Verschuldung von Welschenrohr würde sich bei diesen Zahlen auf 1655 Franken belaufen.

Das Ende der Aera Schneider

Bekanntlich hat Gemeindepräsident Stefan Schneider auf Ende Juli 2019 seine Demission eingereicht. Nun sei es an den Parteipräsidenten, sich auf die Suche nach einem Nachfolger, einer Nachfolgerin zu machen, wurde gesagt. Es wäre sinnvoll, wenn sich alle Parteien gemeinsam um diese Personalfrage kümmern würden, meinte eine Mehrheit im Rat, denn man dürfe nicht mehr allzu viel Zeit verlieren. Es wurde bekannt gegeben, dass die Verwaltung anstrebt, die Neuwahl am Wahlsonntag vom 19. Mai 2019 durchzuführen.

Auch noch geklärt werden muss das «wie-weiter» in Sachen Gemeindefusion mit Gänsbrunnen. Stefan Schneider gab bekannt, dass von der Gemeinde Gänsbrunnen ein Schreiben mit der Anfrage um Fusionsverhandlungen vorliege. «Nun gilt es, an der kommenden Welschenrohrer Gemeindeversammlung über den Grundsatz zur Aufnahme von Fusionsverhandlungen zu befinden», sagte Schneider. Dies sei wichtig, da es trotz der bisherigen Zusammenarbeit mit Gänsbrunnen, noch einige Fragen gebe, die auf den Tisch kommen müssten. «Es ist dann sicherlich auch notwendig, dass wir eine Fachperson für Gemeindefusionen beiziehen». Der Rat stimmte zu, das Traktandum Fusion mit Gänsbrunnen an der kommenden Gemeindeversammlung zu behandeln.