Bei heissen, aber besten Wetterbedingungen fanden die Schweizermeisterschaften im Kunstflug auf dem Flugplatz Bressaucourt in der Ajoie statt. Der von der Swiss Aerobatic Association des Aero-Club der Schweiz durchgeführte Anlass verlief ohne Zwischenfälle. 29 Teilnehmer massen sich mit ihren Flugzeugen in vier Kategorien.

Isidor von Arx aus Egerkingen wurde nach jahrelangem autodidaktischem Training vor zwei Jahren zum ersten Mal Schweizer Meister in der Höchstklasse. Vor einem Jahr verpasste er mit einem Patzer das Podest. Nach einem intensiven Jahr des Trainings konnte er den Titel nun wieder zurückholen. Auf dem zweiten Platz ist Emiliano Del Buono aus Sion und auf dem dritten Platz Pierre Marmy aus Kleindöttingen.

An der Siegerehrung am Samstag zeigte sich der 51-jährige Gäuer erfreut, dass er sich fast während der gesamten Konkurrenz an der Spitze halten konnte. Nach dem ersten Wertungsflug war er noch auf dem dritten Platz. Mit dem zweiten Flug kam er an die Spitzenposition, die von Arx in der Folge nicht mehr abgab. Insgesamt mussten vier Flüge absolviert werden. Drei Wertungen waren unbekannte Programme, also die Piloten erhielten die zu fliegenden Kunstflugfiguren und ihre Reihenfolge erst am Vorabend. Isidor von Arx fliegt auf einer Maschine des Typs Extra 330SC.

Der Marketingplaner, der selber von sich sagt, dass Kunstflug sein Leben sei, nahm 2001 zum ersten Mal an Kunstflugmeisterschaften teil, damals auf dem Flugplatz Pruntrut. Schon dort zeigte sich sein Talent. Die Ajoie ist offenbar ein guter Boden für ihn, denn Bressaucourt ist der neue jurassische Flugplatz als Ersatz für Pruntrut, der geschlossen wurde.

Die Meisterschaften werden seit 1952 ausgetragen. Von Arx ist erst der zweite Schweizermeister aus dem Kanton Solothurn. 1958 siegte der Grenchner Gerhard Luterbacher.