Mümliswil-Ramiswil
In schlechtem Zustand: Die Strassenbrücke über den Limmernbach wird ersetzt

Der Kanton Solothurn und die Gemeinde ersetzen in Mümliswil-Ramiswil die Brücke über den Limmernbach beim Dorfeingang. Der Bach soll mehr Platz bekommen, die Brücke hochwassersicher werden. Ab 3. April wird gebaut.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Die Hauptstrassenbrücke in Mümliswil ist sanierungsbedürftig

Die Hauptstrassenbrücke in Mümliswil ist sanierungsbedürftig

Bruno Kissling

Schon länger ist bekannt, dass die Hauptstrassenbrücke über den Limmernbach beim Dorfeingang Mümliswil kurz vor dem Gasthof Kreuz saniert werden muss. «Das aus den Sechziger Jahren stammende Bauwerk genügt den heutigen Anforderungen insbesondere bezüglich Hydraulik nicht mehr», sagt Nader Winkler, Projektleiter Kunstbauten im Bau- und Justizdepartement des Kantons Solothurn. «Die bestehende Brücke ist nicht für ein hundertjähriges Hochwasser gebaut. Sie weist momentan zuwenig Freibord auf, wie wir Fachleute sagen.»

Risiko Jahrhunderthochwasser

Das bedeutet, der Wasserdurchlauf für ein Hochwasser, insbesondere wenn dieses noch mit Geröll, Schutt oder Ästen angereichert ist, ist ungenügend und birgt ein grosses Risiko. Zudem ist die Brücke insgesamt in einem baulich schlechten Zustand, und weist auch einige statische Defizite aus.

«Die Brücke wird nun also vergrössert, indem das Bachbett mehr Platz bekommt», so Winkler. Auch wird sie um 1,5 Meter länger Richtung Dorf hin. «Es ist auch geplant, das in Fliessrichtung rechte Ufer naturgerecht zu gestalten und dem Bach so mehr ökologische Fläche zuzugestehen. Das linke Ufer wird so belassen, respektive die Mauer in Stand gestellt».

Gesamtkosten 625'000 Franken

Das Bauvorhaben ist ein Gemeinschaftsprojekt des Kantons Solothurn und der Gemeinde Mümliswil-Ramiswil. Die Gemeinde verlegt während des Baues alle Werkleitungen ins Brückeninnere, was bis heute nicht ganz der Fall war. Während der Bauphase wird auch auf dem Parkplatz Restaurant Kreuz mehr Platz geschaffen, was allerdings der private Eigentümer der Liegenschaft bezahlt.

Insgesamt werden mit Gesamtkosten in der Höhe von rund 625'000 Franken gerechnet, sagt Winkler über die Kosten. Kanton und Gemeinde, sowie ein Privater bezahlen ihre Anteile, zudem sollen noch Bundessubventionen fliessen.

Mit der Sanierung soll gleich nach dem Osterwochenende, am 3. April begonnen werden. Der motorisierte Verkehr wird während der Bauzeit einspurig geführt über die Brücke geführt und mit einer Lichtsignalanlage mit Postautopriorisierung geregelt. Ende Juli ist die erste Bauphase beendet. Ab Mitte Oktober bis Anfangs November finden dann die letzten Arbeiten statt. Die Fussgänger werden via Bachweg geleitet.

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