Mümliswil
In Mümliswil und Ramiswil darf man die Feuerwehr nicht verkleinern

Das Guldentaler Feuerwehrkorps zählt derzeit 37 Angehörige, obwohl es 40 sein sollten. So kommt eine Verkleinerung oder der Zusammenschluss des Korps nicht infrage. Kosten will man am Material sparen.

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Der Feuerwehrkorps im Guldental darf nicht verkleinert werden. (Symbolbild)

Der Feuerwehrkorps im Guldental darf nicht verkleinert werden. (Symbolbild)

Keystone

Die Frage nach Einspar- und Optimierungsmöglichkeiten im Bereich Feuerwehr gibt besonders in der Budgetierungsphase immer wieder zu ausgedehnten Diskussionen Anlass. Da herrscht beispielsweise die Meinung vor, dass Zusammenschlüsse von Feuerwehren massive Kosteneinsparungen mit sich bringen müssten. Um diese und weitere offene Fragen zu erörtern, war Paul Haus, kantonaler Feuerwehrinspektor, zu einer Gemeinderatssitzung eingeladen worden. «Die Feuerwehr Mümliswil-Ramiswil ist eine Typ-II-Feuerwehr mit einem minimalen Sollbestand von 40 Personen», gab Haus bekannt. Seinen Angaben zufolge müsse die Feuerwehr Mümliswil-Ramiswil nach einem Alarm innerhalb von 10 Minuten am Einsatzort eintreffen, was ungefähr einem Radius von 2 bis 2,5 Kilometern entspreche. Wegen der Topografie sogar eher weniger.

Ein Löschzug in Ramiswil?

Streng genommen müsste man sogar in Ramiswil einen minimal ausgerüsteten Löschzug installieren. Eine Verkleinerung der Feuerwehr komme deshalb, so Haus weiter, für die Gebäudeversicherung nicht infrage. Ebenso sei ein Zusammenschluss mit der Feuerwehr in Balsthal zurzeit nicht realisierbar. Und wenn, müsste Mümliswil immer noch einen Löschzug mit 30 Mann und einem Tanklöschfahrzeug unterhalten. Balsthal könne aber in jedem Fall schon heute zur Unterstützung angefordert werden, obwohl Balsthal bereits auch mit Laupersdorf zusammenarbeitet.

Einsparungen könnten aber trotzdem erreicht werden, gab sich Haus überzeugt. So könne man etwa in der Ausrüstungs- und Materialbeschaffung Kostenreduktionen erreichen, wenn man via kantonale Gebäudeversicherung einkaufe und so von günstigen (Mengen-)Konditionen profitiere. «Wenn alle regionalen Feuerwehren die gleiche Ausrüstung haben, so etwa beim Atemschutz, ergibt dies auch Einsparungen im Unterhalt und Service», so Haus weiter.

Dienstzeit kann drei Jahre verlängert werden

Immerhin hat der Solothurner Regierungsrat vor kurzem den Beschluss der Gemeindeversammlung Mümliswil-Ramiswil gutgeheissen, wonach die Dienstzeit um drei Jahre verlängert werden kann. Diese endet nun nicht mehr im 42., sondern erst im 45. Altersjahr. Womit sich jedoch das Personalproblem nicht auf Dauer lösen lässt. Denn wie die Mümliswiler Feuerwehr, so haben auch die Korps andernorts mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. «Oft sprechen sich ganze Jahrgänge untereinander ab, keinen Feuerwehrdienst zu leisten», wusste Haus aus eigener Erfahrung zu berichten. Grundsätzlich könne die Gemeinde aber jeden Wehrdiensttauglichen zum Feuerwehrdienst verpflichten. Deshalb müsse der Feuerwehrstab in Zukunft auf die Rekrutierung ein besonderes Augenmerk halten und die persönlichen Gespräche mit den jungen Leuten intensivieren. (jtm)

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