Mümliswil

In Mümlisiwil funktioniert es auch abseits der Hauptachsen

So präsentiert sich das Möbelhaus aktuell.

So präsentiert sich das Möbelhaus aktuell.

Möbel Kamber feiert dieses Jahr den 60. Geburtstag. Bereits vor 60 Jahren wusste der Gründer Linus Kamber wie man Kunden gewann, wenn auch mit unkonventionellen Methoden.

Die 11. Ausgabe des Wirtschafts- und Politapéros in Mümliswil war so gut besucht, wie schon lange nicht mehr. Rund 60 Personen aus Gewerbe und Politik nahmen an diesem Anlass teil. Thema war zum einen die Vorstellung des kantonalen Gewerbeverbandes (KGV). Von besonderem Interesse aber waren lokale Themen. Die jüngsten, negativen Nachrichten aus dem Dorf wurden genauso diskutiert wie die Absicht, dass Gemeinde und Betriebe vermehrt das Gespräch miteinander suchen wollen. Das Guldentaler Gewerbe macht aber auch positiv von sich reden. So konnte sich an diesem Abend die Firma Möbel Kamber präsentieren, die in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen feiern kann.

Lieferung mit Veloanhänger

Im Jahr 1953 legte Linus Kamber den Grundstein für eine KMU, die bis heute in Familienbesitz ist. Martin Kamber, der Sohn des Firmengründers, stellte die Unternehmung auf unterhaltsame Weise vor. Er erzählte von seinem Vater, als dieser noch mit dem Veloanhänger seine Teppiche und Bodenbeläge transportierte. Die Anfänge der Firma zeugen von echtem Unternehmertum, von ungewöhnlichen Ideen, von harter Arbeit und vom sich ständigen Anpassen an neue Situationen. «Schon früh erkannte unser Gründer, dass man mit seinen Produkten zu den Kunden gehen muss», meinte Martin Kamber dazu. 1958 fand so die 1. Weihnachtsausstellung im Saal des damaligen Restaurants Schweizerhalle statt, an der Linus Kamber Möbel, Vorhänge und Bodenbeläge zeigte. Ein Anlass, wie man ihn in dieser Art, in der Region bis dato nicht kannte.

Die erste permanente Möbelausstellung wurde im elterlichen Hof eingerichtet. Die Lagerräume für Teppiche und Möbel befanden sich lange Zeit im ganzen Dorf verstreut in allen möglichen Räumen. 1971 konnte man das «Schwarze Konsum» kaufen. 1973 erwarb Kamber den Gasthof Kreuz, den er 1983 gegen den heutigen Standort an der Hinteren Gasse in Mümliswil «eintauschte». 1989 folgte, nachdem seine beiden Söhne Martin und Christoph in die Firma eingetreten waren, die Gründung der Kompanie. 2003 konnte man die heutige Ausstellung mit rund 2000 Quadratmetern einweihen, nachdem man auf dem Gelände des ehemaligen «Kupperhauses» einen Neubau errichtet hatte. Schliesslich kaufte man im Jahr 2005 die Möbel Meier AG in Brugg, die heute von Christoph Kamber geleitet wird. Das Unternehmen sei sehr straff geführt, erklärte Kamber. «Die Mitarbeiter, das wichtigste Kapital der Firma, werden zwischen den beiden Standorten ausgetauscht.

Viel Gewicht auf Werbung

«Grossen Wert müssen wir auf die Werbung legen. Wenn man nicht an den Hauptachsen liegt, dann muss man stetig auf sich aufmerksam machen.» Heute werden sieben bis acht Mal pro Jahr aufwendige Prospekte gestreut, die jeweils eine Auflage von mehreren zehntausend Stück aufweisen. «Wir wollen mit einer gezielten Beratung bei unseren Kunden Emotionen wecken und dazu beitragen, dass sie sich ihre Wohnträume erfüllen können.»

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