Derzeit geht es lebhaft zu und her in der Turnhalle des Schulhauses 1888 in Schönenwerd sowie in den Räumlichkeiten der katholischen Kirchgemeinde. In der Turnhalle üben die insgesamt 67 Kids – knapp 50 aus Schönenwerd und Eppenberg-Wöschnau, die übrigen aus Gretzenbach und Niedergösgen – verschiedene Nummern ein. In den im Durchschnitt zehn Kinder umfassenden sechs Gruppen versuchen sich die Einen im Rope Skipping, einer Art Seilspringen, während andere akrobatische Verrenkungen am Trapez hinlegen.

Eine weitere Gruppe jongliert nebenan mit Tellern, Bällen, Seidentüchern oder Reifen, wieder andere versuchen, eine menschliche Pyramide zu bilden. Für die ganz Hartgesottenen warten Fakirnummern mit Glasscherben und Nagelbrett oder Gewichte im Kraftraum. Etwas beschaulicher geht es im Kirchgemeindehaus zu und her, wo angehende Zauberer und Clowns ihre Nummern einstudieren.

Den Circus Balloni engagiert

Dies ist das Programm, mit dem sich die Erst- bis Sechstklässler diese Woche befassen. Das OK-Team hat dafür eigens den Circus Balloni aus Sirnach TG engagiert. «Am Montag bildeten wir die Gruppen. Von Dienstag bis Donnerstag werden die Nummern einstudiert, und am Freitag läuft im Zelt die Hauptprobe für die Aufführungen am späten Nachmittag», erklärt Zirkusanimator Tommy Müller.

Das OK-Team hat dafür eigens ein Zelt gemietet, das westlich der Aussenanlage aufgestellt wurde. «Das Zelt ist denn auch der grösste Kostenpunkt des diesjährigen Ferienpasses. Aber weil wir Jubiläum feiern, wollten wir mal etwas Besonderes durchführen», erzählt Conny Bieri. Sie bildet zusammen mit Bea Fäs, Jacqueline Hunn, Sandra Lüscher und Lisa Steg-Wicki das OK des Ferienpasses, der dieses Jahr seine 20. Auflage erfährt.

Es sei eine spontane Idee gewesen, erzählen Bieri und Lüscher. Bereits im Februar habe man mit den Vorbereitungen begonnen. In der Folge wurde ein Konzept zu Handen der Einwohnergemeinde erstellt und der Circus kontaktiert. Die Gemeinde sei auch sofort bereit gewesen, dem OK unter die Arme zu greifen. Einwohner- und Kirchgemeinde stellen die Räumlichkeiten gratis zur Verfügung; die Einwohnergemeinde sowie diverse Sponsoren haben darüber hinaus Geldbeträge gesprochen. Dennoch kostet die Teilnahme jedes Kind dieses Jahr 90 Franken.

Es geht nicht ohne Helfer

Darüber hinaus mussten auch Betreuerinnen und Betreuer gesucht werden. Das OK fand sie: Sieben Oberstufen- und Kantischüler helfen mit, die Kids zu betreuen und ihnen die Tricks und Kniffe beizubringen. «Es ging darum, Helfer zu finden, die Ferien haben und gleichzeitig Verantwortungsbewusstsein aufweisen», so Lüscher. Und schliesslich mussten Flyer erstellt und die Räumlichkeiten reserviert werden.

Der Augenschein von Dienstag ergab: Der Faktor Spass kommt nicht zu kurz. Die Kids konnten sich nach Herzenslust austoben, und auch die eine oder andere Nummer gestaltete sich bereits vielversprechend.

Man darf also guter Dinge sein, dass die beiden Aufführungen im Zirkuszelt von übermorgen Freitag, 18. Oktober, um 17 und um 19 Uhr gefallen und das Publikum – Eltern, Geschwister, Grosseltern, Onkel, Tanten – gewiss begeistern.