Fasnacht Balsthal

In einem Punkt war der Balsthaler Fasnachtsumzug der grösste der Welt

Hoch zu Ross, ...ääh hoch zu Trike: die «Chnuppesager».

Hoch zu Ross, ...ääh hoch zu Trike: die «Chnuppesager».

Der Balsthaler Fasnachtsumzug ist nicht der grösste im Kanton und doch konnte er mit einer Superlative auftrumpfen. So war am diesjährigen Umzug das grösste Trike der Welt zu bestaunen.

In der Sage vom Roggenleni steht: «Die Hexen mit wehenden Haaren und schelmischen Äugelein sind auch heute noch gefährlich.» Solche Hexen gab es in allen Variationen zu sehen: Hässliche, verführerische, vorwitzige, verschmitzte, dicke, dünne, kleine, grosse, böse und liebe, teilweise auch in Gestalt von Rabenvögeln oder sogar als tanzende Hexenhüte. Ein Kompliment an alle Gruppen, welche sich des Mottos «Im Häxechessu» angenommen hatten.

Mit viel Spannung erwartet wurden die Chnuppesager, die ein Weltrekordfahrzeug angekündigt hatten. Tatsächlich erschienen sie auf einem riesigen Trike, das 2005 ins Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen wurde und im Verkehrshaus Luzern stationiert ist: 8,10 Meter lang, 3,70 breit und 7 Tonnen schwer. Gehören tut das Monstrum der Guggae-Ruggel Buus.

Drei Jubilare waren auszumachen. Die Guggenmusik Büttysuger, die mit einer unheimlichen Burg durch die Gassen zogen, feiern ihr 30-jähriges Bestehen. Die Schliimschisser aus Matzendorf, verkleidet als (scheinheilige?) Engel und listige Teufel wurden «zwänzgi» und verteilten Rosen.

Gleich alt präsentierten sich die Trommelschläger aus Aedermannsdorf, welche ebenfalls seit Jahren die Thaler Fasnacht beleben. Die zahlreichen Guggenmusiken aus nah und fern in ihren prächtigen und originellen Kostümen brachten mit ihren fetzigen Klängen eine tolle Stimmung ins Dorfzentrum.

Ein sehr schöner Auftritt bot wie jedes Jahr der Tambourenverein Laupersdorf-Thal. Erwähnenswert - zum zweiten Mal - ist der herzige Auftritt der Balsthaler Kindergärten und der Unterstufe, welche als Hänsel und Gretel sowie als Zutaten einer Hexenbrühe erschienen.

Die Grunzer und die Höckeler nahmen die Finanzlage der Gemeinde aufs Korn. Die Höckeler veranstalteten einen Stampfli-Role's-Mega-Budget-Basar. Sie boten verschiedene gemeindeeigene Gebäude und Liegenschaften zum Kauf an.

Die Grunzer meinten: «Bauschtu isch i aune Ohre, äs wird abgspäckt wie ne More. Es Inseli-Pavillon chasch vergässe und vo dr Kotelette wird nume dr Chnoche gfrässe». Mit ein bis zwei Ausrutschern vermochten die Akteure des Umzugs zu begeistern.

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