98 Jägerinnen und Jäger aus 12 Revieren, davon 83 Stimmberechtigte, konnte Präsident Franz Koch an der 51. Generalversammlung der Vereinigung Thaler Jagdgesellschaften (VTJ) im Pfarreisaal des Gemeindezentrums Laupersdorf begrüssen.

Für die Organisation der GV zeichnete das Jagdrevier 31 Laupersdorf–Lebern unter der Führung von Urs Meister verantwortlich.

Gut ausgebildete Jägerschaft

«Im vergangenen Jahr beschäftigte uns stark das neue Jagdgesetz im Kanton Solothurn, das schliesslich ohne Gegenstimmen vom Kantonsrat angenommen wurde und das für uns Jägerinnen und Jäger sehr gut ausgefallen ist», meinte Koch bei seinem Rückblick auf das vergangene Jahr.

Auch das gute Image, welches die Jagd im Thal und im Kanton Solothurn habe, sei nicht zuletzt auf die unermüdlichen Anstrengungen eines jeden einzelnen der Jägerschaft, dem Hegering und den Bemühungen von Revierjagd Solothurn zu verdanken, berichtete Franz Koch.

Die am 1. Januar 2017 in Kraft getretene neue Lebensmittelverordnung werde die VTJ nicht zusätzlich belasten, seien doch in jeder Jagdgesellschaft des Hegerings ausgebildete und durch den Kanton bestätigte Wildbret–Hygieniker tätig. Der Ausbildungsstand der Jägerschaft dürfe insgesamt als sehr gut bezeichnet werden, so Koch.

Die Schiessübungen zur Sicherstellung der Schiessfertigkeit und der freiwillige Schiessnachweis, welcher ab diesem Jahr verbindlich ist, seien praktisch zu hundert Prozent von allen jagenden Weidgefährtinnen und Weidgefährten erfüllt worden, wie Präsident Koch ausführte.

Weniger Wildschweine erlegt

Gut besucht waren auch die Schweisshunde-Übungen. «Ich darf mit Freude feststellen, dass Führer und Hund gut miteinander harmonierten», erwähnte Gerhard Allemann, Obmann der Schweisshunde-Gruppe.

Die sogenannten Schweisshunde sind in der Lage, verletztes Wild auch über lange Distanzen aufzuspüren. Die kantonale Gehorsams-Prüfung bestanden Nicole Strähl mit dem Hund Buddy und Kurt Schneeberger mit Akira (beide Revier 26).

Bei der Schweiss-Prüfung 500 Meter waren Roland Fringeli mit Ukita und Philipp Born mit Ziro (beide Revier 29) erfolgreich und weitere Prüfungserfolge verzeichnete Hanspeter Studer mit Ninja und Jack vom Revier 37 (Teilgebrauchs-Prüfung, Bringtreue-Prüfung und erweiterte Anlage-Prüfung).

Sascha Rütti präsentierte die jährliche Jagdstatistik. Wildschweine wurden im Vergleich zum Vorjahr 84 (135) weniger erlegt. Der Sauschäden im Thal beliefen sich im Jahr 2015 auf 18 444 Franken. Die Abschüsse beim Rehwild und bei den Gämsen liegen im Bereich der Vorjahre.

Ruedi Boner nahm als Ressortchef Schiesswesen das Absenden vom Thaler Hegeringschiessen mit 84 teilnehmenden Schützen auf dem Schiessstand der Solothurner Jagdschützen in Zuchwil vor. Im Einzel-Wettkampf siegte Walter Roth vor Gerhard Allemann und Josef Müller.

Beim Keilerstich war Josef Bader der Beste, gefolgt von Lorenz Flück und Jörn Uebelhart. Den Revier-Wettkampf gewann das Revier 34 Mümliswil-Guldental, gefolgt vom Revier 22 Welschenrohr und dem Revier 30 Sonnenberg.

Die Jagdhornbläsergruppe Thal (Leitung: Wolfgang Lisibach) blickt mit Freude dem 13. Mai 2017 entgegen, denn dann findet in der Altstadt von Zürich der eidgenössische Bläserwettbewerb statt. Höhepunkte im vergangenen Jahr waren ein Auftritt auf Schloss Neu-Bechburg in Oensingen beim Lions Club und bei der Hubertusfeier in der Pfarrkirche Matzendorf und in der Mehrzweckhalle Laupersdorf.

Manfred Kölliker, Laupersdorf; Pierre Meli, Balsthal; André Rippstein, Welschenrohr und René Wertmüller, Mümliswil haben die anspruchsvolle Ausbildung zum Jäger abgeschlossen und die Jagdprüfung erfolgreich bestanden.

Infoabend «Grossraubtiere»

Josef Bader regte an, einen Info-Abend für Jagd und Landwirtschaft zum Thema «Grossraubtiere» durchzuführen. Auch möchte man im Thal ein Monitoring zur Vogelart Waldschnepfe realisieren. Die diesjährige Hubertusfeier findet am 11. November 2017 in Holderbank statt.

Walter Frei, Hegering-Obmann Leberberg, überbrachte die Grüsse vom Revier Jagd Solothurn.