Kantonsratswahlen
Im Thal-Gäu bleibt die CVP die stärkste Kraft

Die Parteien in der Amtei Thal-Gäu halten ihre Sitze, die CVP muss aber zwei Abwahlen hinnehmen.

Erwin von Arb
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Sandra Kolly holte das beste Resultat in der Amtei für die CVP.

Sandra Kolly holte das beste Resultat in der Amtei für die CVP.

Hanspeter Baertschi

Die CVP kann gegenüber 2013 ihren Wähleranteil von 31,5 auf knapp 35 Prozent steigern. Mit 5 Sitzen im Kantonsrat bleibt sie damit die stärkste Partei in der Amtei. Das anvisierte Ziel, den 2013 an die SVP verlorenen sechsten Sitz zurückzuerobern, wurde aber verfehlt. Bemerkenswert sind die personellen Veränderungen, verursacht durch die Abwahl von Karin Kissling-Müller (Wolfwil) und von Alois Christ-Steinmann (Mümliswil).

Sie wurden überflügelt von Fabian Gloor (Oensingen) und Anita Kaufmann (Kestenholz), die mit 3454 respektive 3342 Stimmen auf Anhieb den Sprung in den Kantonsrat schafften. Das beste Resultat erzielte Sandra Kolly-Altermatt (Neuendorf) mit 3934 Stimmen.

Ihre drei Sitze im Kantonsrat halten konnte auch die SVP mit einem fast unveränderten Wähleranteil von 24 Prozent. Wie erwartet schwang Beat Künzli (Laupersdorf) mit 3027 Stimmen klar obenauf. Geklappt hat aus Sicht der SVP die Ablösung von Claudia Fluri-Halbeisen durch ihren Ehemann Josef Fluri. Er erreichte mit 2736 Stimmen das zweitbeste Resultat. Den dritten Sitz für die SVP holte etwas überraschend Christine Rütti (Balsthal) mit 2071 Stimmen.

Kantonsratswahlen Thal-Gäu 2009-2017

Kantonsratswahlen Thal-Gäu 2009-2017

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Neues Gesicht auch bei der FDP

Mit 25,83 Prozent Wähleranteil hat die FDP gegenüber 2013 marginal verloren. Am besten schnitt von den vier gewählten FDP-Kandidaten Johanna Bartholdi (Egerkingen) mit 4541 Stimmen ab, gefolgt von Karin Büttler-Spielmann (Laupersdorf) mit 3771 Stimmen. Spannend war bei diesem Wahlgang, wer den Sitz der nicht mehr zur Wahl antretenden Rosmarie Heiniger (Gänsbrunnen) erobern kann. In souveräner Art gelang dies Georg Lindemann (Wolfwil), der mit 2766 Stimmen sogar noch den wieder gewählten Kantonsrat Enzo Cessotto (Balsthal) um 113 Stimmen übertrumpfte.

Wieder in den Kantonsrat gewählt wurde Fabian Müller von der SP, die mit einer Listenverbindung mit den Grünen auf einen Wähleranteil von 11,7 Prozent kam. Keine Rolle spielte die GLP mit einem Wähleranteil von 3,5 Prozent.

Insgesamt konnte das Gäu mit neu 5 Sitzen im Kantonsrat gegenüber dem Thal mit 8 Sitzen Boden gutmachen. Bisher war das Gäu mit 3 Sitzen vertreten, das Thal mit deren 10.