Herausforderung
Im Pastoralraum Gäu wird die Personaldecke immer dünner

Den fünf Kirchgemeinden Egerkingen, Härkingen, Fulenbach, Neuendorf und Oberbuchsiten steht in personeller Hinsicht ein turbulentes erstes Jahr nach ihrem Zusammenschluss zum Pastoralraum Gäu bevor.

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Errichtungsfest Pastoralraum Gäu mit Bischof Felix Gmür sowie (h.v.l.): Johannes Rösch, Priester Josef Csobanczy, Beatrice Emmenegger, Pater Vincent Thallapalli und Pastoralraumleiter Adrian Wicki.

Errichtungsfest Pastoralraum Gäu mit Bischof Felix Gmür sowie (h.v.l.): Johannes Rösch, Priester Josef Csobanczy, Beatrice Emmenegger, Pater Vincent Thallapalli und Pastoralraumleiter Adrian Wicki.

Bruno Kissling

Der Pastoralraum Gäu steht vor einer grossen personellen Herausforderung. Sowohl der mitarbeitende Priester Pater Vincent Thallapalli wie auch der leitende Priester Pfarrer Josef Csobanczy haben angekündigt, den Pastoralraum Gäu noch dieses Jahr zu verlassen. Pater Vincent Thallapalli demissionierte per Ende Juni, Pfarrer Josef Csobanczy gibt sein Amt am 1. August ab.

Der Vorstand des Zweckverbandes ist zusammen mit dem Personalamt des Bistums intensiv daran, die entstandenen personellen Lücken so bald wie möglich wieder zu schliessen.

Was ist eigentlich ein Pastoralraum?

Längst nicht alle Mitglieder der Pfarreien in der Region wissen, was unter einem Pastoralraum zu verstehen ist und welche Funktion er hat. So hört man da und dort die etwas irritierte Frage, wo denn nun der neue Pastoralraum gebaut worden sei? Ein Pastoralraum meint aber lediglich ein geografisches Gebiet von mehreren Pfarreien - im Fall des Pastoralraumes Gäu sind es die fünf Pfarreien Egerkingen, Härkingen, Fulenbach, Neuendorf und Oberbuchsiten -, die sich im Rahmen des Pastoralen Entwicklungsplanes (PEP) des Bistums Basel zusammengetan haben, um den Glauben gemeinsam neu ins Spiel zu bringen. Natürlich spielen dabei auch die kleiner werdenden personellen Ressourcen des Bistums Basel eine nicht unwesentliche Rolle. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Priester, Diakone, Gemeindeleiter/-innen und Pastoralassistent(inn)en ist längst zu gering, um in jeder Pfarrei des Bistums die volle seelsorgerliche Versorgung gewährleisten zu können. Deshalb heisst das Gebot der Stunde: gemeinsam nach Wegen suchen mit den verfügbaren Mitteln und Ressourcen. (awh)

Auch Chance für neue Wege

Der Weggang der beiden Priester stellt den Pastoralraum Gäu einerseits vor schwierige personelle Probleme, andererseits eröffnen sich dadurch auch neue Chancen in der Entwicklung der Seelsorge, im Sinne des Pastoralkonzeptes einen Schritt weiterzugehen.

So wird neben einer Vollzeitstelle für einen leitenden Priester auch gleichzeitig eine neue Stelle (80 bis 100 Prozent) für eine(n) Jugendseelsorger/-in ausgeschrieben. Schliesslich ist einer der Schwerpunkte im Pastoralkonzept im Bereich der Jugendpastoral festgelegt.

Neue Stelle wird geschaffen

Die neu konzipierte Stelle in der Jugendpastoral umfasst Aufgaben im Bereich Firmung, Ministrantenarbeit, Jugendverbandsaufgaben als Präses der Jubla und im Bereich von allgemeiner Projektarbeit.

Damit wird erstmals eine Stelle geschaffen, mit der für einzelne schwerpunktmässige Bereiche der ganze Pastoralraum in den Blick genommen wird. Zum Beispiel gibt es in den fünf Pfarreien des Pastoralraums um die 150 Kinder und Jugendliche, die sich als Ministranten in einer Pfarrei engagieren. Solche Potenziale gilt es wahrzunehmen und entsprechend zu vernetzen. (awh)

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