Trotz Ferienbeginn und heissen Temperaturen durfte Präsident Reinhard Studer bei der Oberen Viehhütte eine grosse Schar Interessierter begrüssen. Eingestimmt wurden die Anwesenden mit Vorträgen des Jodlerklubs Edelweiss aus Zofingen, dessen Sängerinnen und Sänger den gesamten Anlass umrahmten. Das stetige Glockengeläute des weidenden Rindviehs sorgte für die stilechte musikalische Begleitung.

Schon drei Kälber geboren

19 Landwirte aus der nahen und weiteren Region wie zum Beispiel Pfaffnau, Menznau oder Schneisingen sömmern dieses Jahr ihr Vieh in Oberbuchsiten. Viele von ihnen sind seit Jahren treue Kunden. Inklusive der sogenannten Frühweide waren dieses Jahr bereits über 200 Tiere zu Gast, aktuell beträgt der Bestand 160 Tiere. Darin eingerechnet sind drei Kälber, die auf der Weide geboren wurden sowie die zwei Munis, die übrigens als einzige gratis logieren dürfen. «Eine richtige Grossfamilie haben wir hier oben», meinte Studer launig.

Die Allmendkommission sorgt für die Infrastruktur und den Unterhalt der Weide und der Ställe und tätigt zu diesem Zweck immer wieder Investitionen. «Wir setzen uns mit viel Leidenschaft für den reibungslosen Betrieb ein. Das Wichtigste ist für uns das Wohl unserer ‹Feriengäste› und die Zufriedenheit der Tierbesitzer», erklärte Studer.

«Ich bin stolz auf dieses Team»

In der Folge stellte der Allmendpräsident sein Team vor. Die beiden wichtigsten Personen sind sicher der Bergmeister und der Hirte. Peter Uebelhard amtet seit vier Jahren als Bergmeister und ist erster Ansprechpartner für die Landwirte. Er ist der Fachmann in landwirtschaftlichen Belangen und organisiert bei Bedarf den Tierarzt. Zusammen mit dem Hirten koordiniert er den gesamten Weidbetrieb. Mit seiner Frau Judith kümmert er sich ausserdem um die ganze (elektronische) Administration der Viehbestände, damit am Schluss korrekt abgerechnet wird.

Paul Ackermann aus Holderbank ist bereits seit 17 Jahren der Hirte auf der Sömmerungsweide. Er ist selbstredend häufig auf der Weide anzutreffen, teils auch mit Hilfskräften. Seine Aufgaben umfassen unter anderem Weidsäuberungen, Holzer- und Zaunarbeiten sowie allgemeine Instandstellungsarbeiten. «Auf ihn ist immer Verlass, was auch die stets positiven Rückmeldungen bestätigen, die ich erhalte», lobte der Allmendpräsident, der seinerseits seit sechs Jahren im Amt ist. Es erfülle ihn mit Stolz, ein solches Team führen zu dürfen, wo jeder wisse, was er zu tun habe. 

Mit Fachleuten unterwegs

Vor dem offerierten Mittagessen vom Grill teilte Studer die Anwesenden in drei Gruppen ein. Je nach Interesse und Kondition konnten die Anwesenden zwischen einem kurzen, mittleren oder grossen Weidrundgang wählen. Unterwegs gab es von drei eigens angereisten Fachleuten vom Amt für Raumplanung, Abteilung Natur und Landschaft Wissenswertes und Spannendes über die teils seltene Artenvielfalt zu erfahren.

Wie meinte doch Reinhard Studer in seinen Ausführungen: «Das einzigartige und unter Fachleuten bekannte Naturgut unserer Sömmerungsweide wage ich schon fast als ‹Buchster Naturpark› zu betiteln.»