Der Männerchor organisiert dazu ein Fest, um 16 Uhr spricht Markus Schmid als Vertreter der Kantonalen Denkmalpflege.

Zuoberst am Hammerrain steht das stattliche Gebäude der Lochmühle, die wohl seit dem 16. Jahrhundert mit der Wasserkraft der Dünnern betrieben wurde. Urkundlich dokumentiert sind die Besitzerwechsel ab Beginn des 18. Jahrhunderts. 1848 brannte die Mühle ab, wurde wieder aufgebaut und war bis Ende des Zweiten Weltkrieges in Betrieb. Leo Weber war der letzte Müller, der jedoch nach dem Krieg den Betrieb aufgab und die Liegenschaft mit dem Landwirtschaftsbetrieb weiterverkaufte.

Hans Weissmüller-Wampfler zog 1951 mit seiner Familie nach Welschenrohr und führte den Landwirtschaftsbetrieb weiter. Das Wasserrad zerfiel mehr und mehr und auch der Mühlenbereich war in schlechtem Zustand. Nach Jahren drängte sich eine umfassende Renovation des Gebäudes auf. Dabei wurden in den Neunzigerjahren mit viel Aufwand und mit Unterstützung des Heimatschutzes und der Gemeinde auch das Mühlenrad und die Mahlgänge instand gesetzt. Ein Party-Raum steht seither für Festanlässe zur Verfügung.

Kanal und Rad erneuern

Weitere Unterhaltsarbeiten folgten. Der Mühlenkanal musste erneuert werden, am Mühlenrad zeigten sich erneut Schäden. Im letzten Sommer fand die gesamte Erneuerung statt. Die Zimmerei Roth in Mümliswil baute wie schon vor zwanzig Jahren aus Lärchenholz ein neues Mühlenrad. Dabei handelt es sich um ein oberschlächtiges Rad mit einem Durchmesser von sechs Metern. Neu ist auch der Känel, verkleidet mit Chromstahl, der das Wasser aufs Rad führt.

Ueli Weissmüller und seine Partnerin Alice Wiedmer betreuen mit viel Liebe die Liegenschaft und freuen sich über die gelungene Renovation. Leider können die Mahlgänge nicht mehr in Betrieb gesetzt werden. Trotzdem ist die Mühle immer wieder ein Besuch wert.

Mühlentag Samstag, 31. Mai, Lochmühle Welschenrohr, ab 10 Uhr, Festakt 16 Uhr.