Oensingen
Im Forstrevier kommts zum Generationenwechsel

Robert Graber ist der neue Förser im Revier Oensingen-Oberbuchsiten. Er tritt die Nachfolge des langjährigen Försters Ernst Braun an, der nun pensioniert wird.

Bruno Heiniger
Drucken
Teilen
Ernst Braun und sein Nachfolger Robert Graber.

Ernst Braun und sein Nachfolger Robert Graber.

HR Aeschbacher

Bei der Bürgergemeinde Oensingen ist im Bereich Forst ein wesentlicher personeller Wechsel vollzogen worden. Der langjährige Förster Ernst Braun hat das Pensionsalter erreicht, seine Nachfolge hat neu Robert Graber angetreten.

Für Ernst Braun ist eine langjährige Karriere bei der Bürgergemeinde Oensingen zu Ende gegangen. Er stand dem Forstrevier Oensingen-Oberbuchsiten seit 1997 vor, dies seit jenem Zeitpunkt, als sich die beiden Forstreviere der beiden Bürgergemeinden zusammenschlossen.

In Oftringen angefangen

Ernst Braun hat seine Laufbahn im Dienste der Waldarbeit 1966 mit der dreijährigen Lehre als Forstwart bei der Bürgergemeinde Oftringen gestartet. Danach folgten zwei Jahre als Forstwart und Akkordant. Ab November 1972 besuchte er die Försterschule in Lyss, die er erfolgreich abschloss. Am 1. November 1973 übernahm er als Förster den Forstbetrieb der Bürgergemeinde Oberbuchsiten. Später, im Jahre 1997, schlossen sich die Bürgergemeinden Oensingen und Oberbuchsiten zusammen und gründeten das Forstrevier Oensingen-Oberbuchsiten.

Nur wenige Jahre später kam es jedoch wieder zur Auflösung dieser Gemeinsamkeit, danach pachtete das Forstrevier Oensingen den Wald in Oberbuchsiten. Da die Bürgergemeinde Oberbuchsiten schon 1991 auch für das Forstgebiet von Holderbank übernommen und erweitert hatte, betreute Ernst Braun somit insgesamt drei Forstreviere.

Mit Leidenschaft und grossem Sachwissen war er nun verantwortlich bis zu seiner Pensionierung am 31. August 2015. Da jedoch sein Nachfolger erst per 1. Oktober seine Stelle angetreten hat, wird Ernst Braun seinen Nachfolger noch während dieses Monats begleiten. Dann aber wird Braun den Forstbetrieb Oensingen-Oberbuchsiten verlassen und in den wohlverdienten Ruhestand eintreten.

Auf vielen Gebieten tätig gewesen

Robert Graber hat einen etwas anderen beruflichen Werdegang hinter sich als sein Vorgänger. Graber stammt aus Niedergösgen, wo er aufgewachsen und zur Schule gegangen ist. Anschliessend absolvierte er eine Lehre als Landschaftsgärtner. Nach dem Militärdienst als Durchdiener folgte die Ausbildung als Forstwart bei der Ortsbürgergemeinde Aarau.

Als Flughelfer bei einer Helikopterfirma, die in den Bereichen Spezialholzerei, Montage und Transporte in der Schweiz sowie im angrenzenden Ausland tätig ist, konnte er sein Fachwissen speziell im Gebiet der Spezialholzerei erweitern.

Nach rund zwei Jahren nahm er seinen Beruf als Landschaftsgärtner wieder auf. Während dieser Zeit besuchte er die Handelsschule und schloss diese erfolgreich ab. Die Freude am Wald ging aber nie ganz verloren, deswegen kehrte er 2011 in den Wald zurück und arbeitete wieder als Forstwart, diesmal bei der Forstbetriebsgemeinschaft Gösgen/Kienberg.

Demnächst auch auf die Jagd

Im Jahre 2013 fand seine Ausbildung eine Fortsetzung: Mit dem Besuch von verschiedenen Vorbereitungsmodulen, hat er die Hürde der Aufnahmeprüfung für die höhere Fachschule für Förster in Maienfeld GR bestanden. Im Januar 2014 startete Robert Graber zum Lehrgang Förster in Vollzeitausbildung während 21 Monaten. Im vergangenen Monat September schloss er nun diese Ausbildung erfolgreich ab und durfte das Diplom zum Förster höhere Fachausbildung entgegennehmen.

Robert Graber freut sich sehr auf seine neue Herausforderung als Revierförster und Betriebsleiter bei der Bürgergemeinde Oensingen. Der Ausbildung noch nicht genug, will er ab kommenden Januar sich auch noch das Wissen zum Jäger aneignen und bei der Jagdgesellschaft Oensingen beginnen.

Aktuelle Nachrichten